Vom 12. September bis zum 8. Dezember
findet im Palazzo Reale von Neapel eine multimediale Ausstellung über
den wohl international beliebtesten neapolitanischen Schauspieler
statt: Carlo Pedersoli, auch als Bud Spencer bekannt. Die Einweihung
der Ausstellung wird am 12. September von einem seiner Söhne
Giuseppe Pedersoli übernommen, der sich als Produzent um das Image
seines Vaters kümmert.
Carlo Pedersoli alias Bud Spencer
Carlo Pedersoli alias Bud Spencer wird nach seiner Laufbahn als Sportler (Schwimmer, Wasserball und Rugby) wird fast als Zufall ein berühmter Schauspieler, nachdem er bei Filmen kleine Rollen übernahm und schliesslich mit seinem bevorzugtem Partner Terence Hill durch einige Spaghetti-Western weltberühmt wird.
Das Kunstwerk „Bud Spencer“ in den spanischen Vierteln in Neapel
Die Ausstellung über Bud Spencer
Das Ausstellungsevent, das erheblich von der neapolitanischen Pedersoli-Familie unterstützt wurde, zeigt den Fans des Bud Spencer die schönsten Aspekte der circa 55 Filme, bei denen Bud Spencer mitgewirkt hat. Filmprojektionen, Dokumentarfilme, Filmobjekte, Werbeplakate als auch private Fotos und Gegenstände werden auf der Ausstellung über Bud Spencer gezeigt. Die besondere Verbindung zu Terence Hill als auch seine Nebenrollen bei in Italien bekannten Filmen kriegen dabei eine besondere Aufmerksamkeit. Bitte vergessen Sie nicht die Eintrittskarten zu zahlen, es spricht sich rum das ansonsten eine Tracht Prügel a la Bud Spencer droht! 😉
Informationen über die Ausstellung über Bud
Spencer
Wann und Wo? Vom
13. September bis zum 8. Dezember 2019 im Palazzo Reale in Neapel
Öffnungszeiten:
Mo-So von 10-20 Uhr, Mittwochs geschlossen.
Kuratoren:
Umberto Croppi in Zusammenarbeit mit Equa, Istituto Luce-Cinecittà,
SIAE und den Museumspool der Region Kampanien.
Im Maschio Angioino von Neapel bis zum 1. Oktober 2019
In der Cappella Palatina des grossen zentralen Schlosses der Stadt Neapel Maschio Angioino wird bis zum 1. Oktober 2019 eine Aussstellung über die Schule von Posillipo mit dem Titel “La scuola di Posillipo: la luce di Napoli che conquistò il mondo” (Die Schule von Posillipo: das Licht Neapels, das die Welt eroberte) organisiert.
Die Ausstellung
Die Ausstellung zeigt über 70 Werke aus privaten Sammlungen der sogenannten Schule von Posillipo, die von dem holländischen Maler Anton Smink van Pitloo zur Zeit der Romantik im 19. Jahrhundert gegründet wurde. Die Malschule von Posillipo passt somit in den Lauf der Zeit, als Neapel Teil der kulturellen Reise der europäischen intellektuellen Oberschicht war, die von der Zeit des Illuminismus bis ins 20. Jahrhundert von den wohlhabenden der Zeit getätigt wurde. Die Ausstellung, die auch Werke einiger ausländischer lokal aktiven Künstler zeigt, möchte die Evolution der Schule von Posillipo und die Wirkung auf darauffolgende Kunstschulen darstellen.
Van Pitloo, Bild vom Hafen von Neapel mit Blick auf den Vesuv
Die Schule von Posillipo
Auch wenn die Landschaft des 19. Jahrhunderts heute
kaum noch wiederzuerkennen ist, erkennt man die Atmosphäre der
Naturlandschaft des Golfs von Neapel in den Bildern wieder. Die
Künstler dieser Schule gelten als besonder erfolgreiche Erneuerer
des italienischen Verismus in der Landschaftsmalerei. Die Suche nach
den besonderen mediterranen Farben am Golf von Neapel rief zu jener
Zeit viele Künstler und Intellektuelle in die Stadt Neapel. Die
grosse Erneuerung der Schule von Posillipo ist der Umgang mit der
Landschaft, die nun bewusst in plein air und mit ständig wechselnden
Lichtspielen und nicht mehr als dekorative und fröhliche Malerei
angesehen wird.
Informationen über die Ausstellung La scuola
di Posillipo
Wann und Wo? Vom 14. Juli bis zum 1. Oktober 2019 im Schloss Maschio Angioino/Castel Nuovo in Neapel
Öffnungszeiten: Mo-Sa von 8.30-18.30 Uhr, Sonntags von 8.30-14 Uhr.
Kuratoren: Isabella Valente mit Saverio Ammendola für Mediterranea, die Gemeinde Neapel in Zusammenarbeit mit der Universität Federico II und der Kulturverein La Fenice von Luciano Molino.
Kosten: 6€ inklusive Eintritt des Museums des Maschio Angioino.
Die Ausstellung Caravaggio. Napoli in der Bildergallerie von Capodimonte setzt sich mit dem Aufenthalt des Caravaggio in Neapel und seinen Einfluss auf die Künstler der Stadt auseinander. Caravaggio wird auf die Kunst des Barocks des 17. Jahrhunderts durch die Verbreitung seines Naturalismus eine intensive Wirkung haben.
Die Ausstellung Caravaggio. Napoli
Die Geisselung aus Rouen, eine Leihgabe der Ausstellung
15 Jahre sind vergangen, seit im Jahr 2004 in Capodimonte mit Caravaggio. L’ultimo tempo das letzte Mal dem in Neapel so einflussreichem Caravaggio eine Ausstellung gewidmet wurde. Caravaggio verbrachte während seinen beiden Aufenthalten zwischen 1606 und 1610 insgesamt 18 Monate in Neapel. Die Kuratoren wollen die Wichtigkeit des Aufenthalts in Neapel für das Leben und das Werk des Merisi untersuchen, ähnlich wie es bereits für seinen römischen Aufenthalt geschehen ist. Neue Recherchen und internationale Diskussionnen über die Chrono-Biographie des Aufenthalts des Caravaggio in Neapel werden in der Ausstellung Caravaggio. Napoli mit Dokumenten und Literatur integriert.
Die ausgestellten Bilder des Caravaggio
Die ursprünglich alle in Neapel gemalten Bilder des Michelangelo Merisi (Caravaggio) werden mit aussergewöhnlichen Leihgaben aus verschiedenen europäischen Museen, wie der Geisselung aus dem Musée des Beaux-Arts von Rouen, verglichen. Neben den beiden Geisselungen werden das ebenfalls aus Neapel stammende Martirium der heiligen Ursula, seinem letzten Lebenswerk, sowie die Leihgaben Salomè mit dem Kopf des Täufers aus der National Gallery aus London, die andere Salomè aus dem Palacio Real aus Madrid und der Johannes der Täufer aus der Galleria Borghese aus Rom ausgestellt. Sein Meisterwerk Die Sieben Werke der Barmherzigkeit ist im Pio Monte della Misericordia in Neapel geblieben, da eine Leihgabe für die Ausstellung nicht autorisiert.
Die Caravaggisti – der Einfluss auf die lokalen Künstler
Die Werke werden in der Sala Causa des Museums von Capodimonte ausgestellt und mit 19 Werken der neapolitanischen Kunstschule konfrontiert, in denen der Einfluss des Caravaggio auf die in Neapel arbeitenden Künstler wie Battistello Caracciolo, Louis Finson, Massimo Stanzione. Fabrizio Santafede, Giovanni Baglione, Filippo Vitale, Giovan Bernardo Azzolini und besonders Jusepe de Ribera unverkennbar ist.
Caravaggio. Napoli – Ausstellung in der Bildergallerie von Capodimonte
Wo: Museo Capodimonte, Via Miano, 2, Neapel
Wann: vom 12.04.2019 bis zum 14.07.2019
Öffnungszeiten: Jeden Tag von 9.30-19.30 Uhr, Mittwochs geschlossen.
Eintritt: 15€ Museum plus Ausstellung, Kinder und Jugendliche bis 18 haben Eintritt frei.
Die vom Museum von Capodimonte und dem Electa Verlag organisierte Ausstellung Depositi di Capodimonte. Storie ancora da scrivere, ist nach Carta Bianca der zweite Teil einer Ausstellungstrilogie der Jahre 2018/2019 und setzt sich mit dem Thema des Gründungsprinzips eines Museums auseinander, bei dem sich das Museumsmodell heute zu einem Ort der Kreativität, Freiheit und des Ausdruckspotentials entwickeln soll.
Depositi di Capodimonte
Notturno leccese von Ciardo
Die Sonderausstellung Depositi di Capodimonte zeigt 1220 Werke, ausgewählt aus Bildern, Skulpturen, Bildwirkereien, Porzellanen, Waffen und Objekten der dekorativen Kunst, die ausschließlich aus den fünf Lagerräumen des Museums von Capodimonte stammen. Bei der Geburt eines Museums wird der Inhalt eines Museums und ihrer Lagerräume von der Auswahl des Direktor und der Kuratoren bestimmt, die eine Ansicht über die Kunstgeschichte in einer bestimmten Epoche widerspiegeln. In der Auswahl der ausgestellten und nicht ausgestellten Werke zeigt sich ein Kunstgeschmack oder ein kunstgeschichtlicher Ursprung, in dem entschieden wird welche Kunstformen aufgewertet werden wollen. Depositi di Capodimonte will dem Publikum eine große Anzahl bisher unbekannter Werke zeigen, die besonders die Kunstliebhaber und -kenner zu neuen Überlegungen und Diskursen stimulieren möchte.
Die Lagerräume als Museums-Prinzip
Die Lagerräume der Museen sind aus heutiger Sicht ein Zeugnis der bedeutenden Arbeit der Gründung und Organisation der Museen während des 20. Jahrhunderts. Anders als die amerikanischen Museen gilt der Besitz der europäischen Museen als historisches und identitäres Erbe, das nicht verändert werden darf. Die Sammlungen müssen einheitlich geschützt werden, bei der jedes einzelne Werk nicht nur vom Kunstgeschmack, sondern, abgesehen vom geschätzten Wert des Werkes, auch als historisches Erbe angesehen wird. Beispiele hierfür sind das Museum d’Orsay oder auch La Piscine de Roubaix, die durch eine Aufwertung der artistischen Produktion des 19. und 20. Jahrhunderts entstanden sind und aus den Werken der Lagerräume aus verschiedenen Landesmuseen zusammengesetzt wurden. In Capodimonte ist in den 1990er Jahren die sogenannte Wunderkammer aus dem Lagerraum der Farnese-Kollektion in die permanente Ausstellung von Capodimonte befördert worden. Man könnte sagen, das die Lagerräume die Lunge, das Unbewusste und die Zukunft eines Museums darstellen.
Die Ausstellung
Essgeschirr mit Ansichten von Ginori
Unter den 1220 Werken der Sonderausstellung befindet sich auch das Essgeschirr der Savoia, das uns Dank der großen Stückanzahl Hinweise über das königliche Leben der Savoia am Hof von Capodimonte geben kann. Eine exotische Sammlung stammt von der Spedition des James Cook durch Ozeanien, die Lord Hamilton dem bourbonischen König Ferdinand IV schenkte. Besondere Aufmerksamkeit wurde auch der oft von der Malerei in den Schatten gestellte Bildhauerei und der dekorativen Kunst Neapels des 19. Jahrhunderts geschenkt, die damals von Paris bis nach Amerika international anerkannt war.
Depositi di Capodimonte – Storie ancora da scrivere
Wo: Museo Capodimonte, Via Miano, 2, Neapel
Wann: vom 21.12.2018 bis zum 15.05.2019
Öffnungszeiten: Jeden Tag von 9.30-17 Uhr, Mittwochs geschlossen.
Eintritt: 12€, reduziert 8€, Kinder und Jugendliche bis 18 haben Eintritt frei.
Ausgewählte Werke von Boccioni, Balla, Carrà, Severini und anderen Darstellern der europäischen Avantgarde werden in der Ausstellung Futurismus in den 10er und 20er Jahren vom 19.10.2018-17.2.2019 in Neapel gezeigt. In der Cappella Palatina aus dem 14. Jahrhundert im Maschio Angioino am Hafen Molo Beverello wurden insgesamt 64 Hauptwerke italienischer und internationaler Künstler des Futurismus aus zwei Jahrzehnten zusammengestellt.
Mensch und Maschine im Futurismus
Um den Veränderungen im Leben und des Selbstverständnisses bewusst zu werden, die die Moderne dem Menschen gebracht hat, wurde die Vorstellung dieses Wandels im Futurismus in der Kunst und der Literatur in drei neuen kreativen verschiedenen Dimensionen dargestellt: in der Symbiose mit der Technologie, in der Symbiose mit der rauhen Materie und in der Symbiose mit den Konsumprodukten. Die Ausstellung will die Entwicklung dieser Themen in den 10er und 20er Jahren durch einen ikonographischen Schnitt, zentriert auf die manchmal durch den Menschen humanisierte Darstellung der Maschine, sowie einen formalen Schnitt, im Bezug auf die Grundlinien der Geschichte der Avantgarde, aufarbeiten.
Wahrnehmung des Dynamismus
Im ersten Bereich des Ausstellung wird die ursprüngliche futuristische Wahrnehmung der Darstellung der Bewegung und des Dynamismus wiederhergestellt. Sowohl die erste erdliche Geschwindigkeit als auch die Phase der mechanischen Ästhetik waren Charakterzüge der futuristischen Abstraktion, die sich an die Daten eines Phänomens band (wie bei Balla), oder auch Inspirationsquelle für neue formale Lösungen wurde und den Geist der Maschine in ein Gemälde transferieren wollten (ab den 20er Jahren).
Verschmelzungsprozesse
Das Thema der Durchdringung zwischen Subjekt und Ambiente und ihrer Simultanität werden in der Ausstellung aus der Prospektive des menschlischen Subjekts aufgezeigt. Die Regression des Menschens zum Objekt, die auch das Thema der Entfremdung neu interpretiert, wird auch als Öffnung zu einer neuen, weder nur noch menschlichen als nur mechanischen, existenziellen Form verstanden: sowhl die humanisierten Maschinen als auch der mechanisierte Mensch versuchen beide ihre Bedingungen zu überwinden, gerade weil ihre gegenseitige Verschmelzung sie zu unfertigen und “relativen” Subjekten werden liess.
Durchdringung und Überwindung
Das Thema des Eindringens des Gemäldes in die Realität und des Gemäldes als Objekt wird in der Ausstellung durch die Ausdehnung der Fiktion von Zentrum bis zum Rahmen des Bildes gezeigt, als wäre sie ein einiziger plastischer Organismus. Die Überwingung der Grenzen in der Kunst zwischen Malerei, Skulptur und Dekor wird auch als Überwindung der Grenze zwischen Fiktion und Realität verstanden, die als Prinzip der “aktiven Negation” im Aufprallen des Futurismus in der visuellen und verbalen Dimension funktioniert.
Mechanik
Die Ausstellung Futurismo a Napoli anni 10-20
Das vierte Thema dieser Ausstellung widmet sich der Passage von der sequenziellen Darstellung des Balla der ersten 10er Jahre bis zur Darstellung eines gleichen multiplizierten Subjekts ohne jegliche Registrierung einer Bewegung innerhalb des Gemäldes. Die Kunst des Depero, die von der Ausstellung auch als Ergebnis der Vorstellung der Mechanik der 20er Jahre verstanden wird (ab Fillia bis Depero), weisen nicht nur auf eine formale Lösung der zukünftigen amerikanischen Pop Art hin, sondern finden auch im cromatischen Spurwechsel der wiederholenden Subjekte einen originellen Ausgang des futuristischen Prinzips der Durchdringung.
Futurismus der 10er und 20er Jahre
Wo: In der Cappella Palatina des Maschio Angioino/Castel Nuovo, Metrohaltestelle Municipio in Neapel
Wann: vom 19.10.2018 bis zum 17.02.2019
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 10-19 Uhr, Sonn- und Feiertags 10-14 Uhr.
Eintritt: Von Montag-Samstags 10€, reduziert 8€, der Preis beinhaltet auch den Eintritt des Museo Castel Nuovo, Sonntags 8€, reduziert 6€, der Preis gilt nur für die Ausstellung.
Kuratoren: Giancarlo Carpi und Francesca Villanti
Informationen und Reservierungen: 0039 081 5628040 , Web: www.etes.it
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