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Monumente der Stadt Neapel

Die Basilika von Santa Chiara in Neapel

Der religiöse Ordenskomplex und die Basilika von Santa Chiara in Neapel ist sicherlich eines der bedeutendsten Beispiele der gothischen Architektur im im Süden Italiens. Bei der Basilika von Santa Chiara ist es eine provenzalische Gothik, die auf der Architektur der romanischen zisterziensischen und den neuen Strukturen der Bettelorden basiert. Die Beschreibung umfasst nur die wichtigsten Monumente und Kappellen der Basilika, innerhalb der Kirche sind neben den Kappellen Beschreibungen nachzulesen.

Der Bau und die Einweihung der Basilika

Der Bau der Basilika von Santa Chiara begann im Jahr 1310 im Auftrag des Königs Robert von Anjou und seiner zweiten Ehefrau Sancha von Mallorca, die eine bemauerte franziskanische Zittadelle mit einer Basilika und einem Klarissenkloster für die Frauen sowie einem Kloster der Minderen Brüder für die Männer beinhalten sollte. Der Bau dieser Ordenskomplexes war einer der ersten innerhalb der Altstadt von Neapel und betraf ein Gebiet, das damals zwischen dem unteren Decumanus und den spätrömischen Mauern als periphär galt. Das Königspaar fühlte sich dem Heiligen Franziskus und der Heiligen Clara devot und benötigten eine Hofkappelle für die Bestattungen und die wichtigsten Zelebrationen der Königsfamilie. Die Arbeiten wurden erst von Architekt Gagliardo Primario und später von Lionardo di Vito durchgeführt. Die Kirche war ursprünglich dem Heiligen Körper Christi gewidmet (wegen des Wunders von Bolsena im Jahr 1264), wurde im Jahr 1330 dem Kult eröffnet und schliesslich 1340 offiziell eingeweiht. Diese Daten kennen wir auch Dank der 4 anjouinischen Inschriften in grossen gothischen Buchstaben zwischen der Basis und der ersten Etage des Kirchturms. Die Inschriften wurden mit einigen chronologischen Fehlern nach dem Erdbeben von 1456 und beim Wiederaufbau des Turms wieder eingesetzt.

Ein Fresko-Fragment gothischer Kunst mit der MAdonna del Cucito

Der Kirchturm

Der von der Basilika getrennte Kirchturm wurde ab 1338 errichtet, konnte aber wegen dem Erdbeben von 1456 nicht fertiggestellt werden. Nach seinem Zusammenbruch wurde er erst später wieder aufgerichtet und im Jahr 1604 fertiggestellt. Der viereckige Kirchturm wurde durch Marmorrahmen auf drei Etagen aufgeteilt. Der unterste Bereich besteht dabei aus Felsblöcken, während die oberen Bereiche aus Backsteinen mit tuskanischen (mittlerer Bereich) und ionischen (oberster Bereich) Lesenen errichtet wurde. Zwischen dem mittleren und der obersten Etage verläuft auch ein mit Metopen, Triglyphen und dem franziskanischen Symbol der überinander geschlagene Arme dekoriertem Gebälk. Der Kirchturm war übrigens auch Schauplatz von schweren Kämpfen. Das spanische Militär nutzte den Kirchturm für ihre Schweren Waffen um den Masaniello Aufstand zu unterdrücken (1647/48) und bombardierte die im Kirchturm gelagerte Familie Carafa während des sogenannten Macchia Putsches von 1701.

Der getrennt stehnde Kirchturm dr Basilika

Historische Events in der Basilika von Santa Chiara

Nach der Einweihung erlebt die Basilika und der religiöse Komplex von Santa Chiara in darauffolgenden Jahrhunderten eine recht stabile Zeit. Am 29. August 1344 wird in der Basilika Johanna I von Anjou als Königin gekürt und 38 Jahre später nach dem Mord durch ihren Cousin Karl III dem Volk ihr lebloser Körper präsentiert. Am 14. August 1571 erhält Johannes von Österreich von Papst Pius V hier das am Ende siegreiche Kommando über die christlichen Truppen in der Schlacht von Lepanto gegen die Ottomanen.

Ein Bild des Grabmahls von Robert von Anjou vor den Bombenangriffen im 2. Weltkrieg

Die barocke Erneuerung

Eine bedeutende stilistische Veränderung wird im 18. Jahrhundert durch die Barockisierung der Kirche unter Domenico Antonio Vaccaro ab 1742 beginnen. Die Fenster des Hauptschiffs wurden vergrössert, die gothische Balkendecke mit einem mit Stuck dekoriertem Bogen verkleidet. Ausserdem wurden zwei grosse Bögen hinzugefügt um die Kirchhalle vom Presbiteirum und den Chor für die Ordensbrüder an der Gegenfassade abzutrennen. Weiterhin wurden die Kirchwände mit buntem Marmor und Dekorationen in goldenem Holz verkleidet. Neue Bilder wurden der Basilika durch Francesco de Mura, Sebastiano Conca und Giuseppe Bonito hinzugefügt. Die barocke Erneuerung hält aber leider nur circa 2 Jahrhunderte bis zum fatalen Angriff der Allierten durch die Bombardierung der Kirche um 13.30 Uhr des 4. Augusts 1943 durch Flugattacken, bei dem die Kirche zwei ganze Tage ausbrennt, die barocke Dekoration fast komplett zerstört und die gothische Struktur stark beschädigt wird. Bei dem Brand von Notre-Damme in Paris kamen bei vielen Neapolitanern traurige Erinnerungen an den Brand der Basilika von Santa Chiara und dem Verlust der vielen Kunstwerke wieder hoch.Zwei Jahre nach dem Brand wurde im Jahr 1945 von Galdieri und Barberis dem Brand der Basilika auch das Lied “Munastero ‚e Santa Chiara” gewidmet, in dem der Trauer der Bevölkerung über die Folgen des Brandes besungen wird. Ab 1944 versucht Architekt Mario Zampino die Kirche in ihrem ursprünglichen provenzalischen gothischen Stil wieder herzustellen. Die Wiedereröffnung der Kirche fand am 3. August 1953, exakt 10 Jahre nach der Bombardierung, mit einer grossen Zerimonie statt.

Der Eingang zur Zittadelle nah der Piazza del Gesù in der Altstadt von Neapel

Die Fassade und der Eingangsbereich

Der Zugang in den Innenhof der Zittadelle durch die Mauer wurde durch einen gothischen Bogen mit einem Fingernagel aus Peperino und einer damals dekorierten Lünette gestaltet. Die Basilika hat hingegen eine gelbe Tufsteinfassade mit einer kleinen Vorhalle aus drei ogivalen Bögen aus Pipern, wobei der mittlere das Wappen der Sancha aus Mallorca zeigt, sowie einem ogivalem Gewölbe als Decke. Der Haupteingang hat seitliche Einlagen aus Porfid-, gelbem und Pietrasanta-Marmor und zeigt auch hier das Wappen der Sancha auf dem Hauptbalken. Die im Durchmesser 8 Meter messende Fensterrose wurde nach der Bombardierung wieder in die Fassade eingesetzt und ist in sechs kleine Kreise mit noch kleineren Kreisen aufgeteilt. Über der Fensterrose ist noch ein Opaion mit drei Rundungen zu sehen.

Die grosse Fensterrose der Fassade im Detail

Die Innenstruktur

Die Innenstruktur der Basilika von Santa Chiara basiert auf einem einzigen Schiff (82 Meter Länge, 29 Meter Breite und 46 Meter Höhe) mit einem Presbiterium ohne Absis. Die Aula wird durch einen ursprünglich aus Holz bestehendem Dachstuhl aus Zement sowie einem Tonnengewölbe im Presbiterium bedeckt. Die Aula hat jeweils 10 Kappellen auf jeder Seite mit 16 Meter hohen schmalen Zwillingsfenstern. Das Presbiterium hat vier runde Öffnungen sowie ein Viererfenster, das teilweise vom Grabmahl des Robert von Anjou verdeckt wird. Der Fussboden stammt von Ferdinando Fuga von 1762, wurde aber nach der Bombardierung reproduziert und mit einem anjouinisch/aragonesischem Wappen bedacht.

Die Gegenfassade

Die Kirche betretend befindet sich auf der linken Seite des Eingangs das Grabmahl der Penna Familie aus dem 15. Jahrhundert von Antonio Baboccio da Piperno. Das Werk wurde im Jahr 1627 in einen Altar verwandelt, wobei der Sarkophag in die zweite Kappelle des rechten Kirchenschiffs verlegt wurde und der Baldachin und eine in der Mauer integrierte Grabmahlsplatte hinterlassen wurden. Der Baldachin wird hinten von zwei Halbsäulen und vorne von zwei mit vegetalen Motiven dekorierten Säulen auf Löwen gestützt. Auf der Frontseite sind ein segnender Christus, eine Madonna der Verkündigung und der Erzengel Gabriel dargestellt. Auf der Rückwand zeigt ein anonymen Künstler (als Maestro di Penna bezeichnet) Fresken von einer von Giovanni und Onofrio Penna verehrten Jungfrau, eine Dreifaltigkeit sowie zwei Heilige. Auf der anderen Seite des Eingangs befindet sich das Grabmahl von Agnese und Clemenza von Duraz von einem unbekannten Künstler des 15. Jahrhunderts mit einer Darstellung der Beweinung Christi und zwei Engeln. Zwei Statuen des Glaubens und der Karitas die wie Karyatiden das Monument stützen. Die beiden hier begrabenen anjouinischen Prinzipessinen waren die Töchter von Karl von Anjou Herzog von Duraz und Schwestern der Königin Margherita von Duraz. Ursprünglich befand sich dieses Grabmahl neben den anderen anjouinischen königlichen Grabmählern im Presbiterium und wurde nach der Restaurierung in Folge des zweiten Weltkriegs an die Gegenfassafe verlegt.

Der Baldachin des Penna Grabmahls

Das rechte Kirchenschiff der Basilika von Santa Chiara

Die zweite Kappelle

Die zweite Kappelle ist den Heiligen Abt Agnello gewidmet und zeigt ein Fresko aus dem 14. Jahrhundert eines Bischofs (vielleicht Agnello) von einem unbekannten Künstler der Giotto-Schule, das sich ursprünglich im Kloster befand. Hier ist das Grabmahl des Antonio Penna von Antonio Baboccio da Piperno aus dem 14. Jahrhundert zu sehen, das sich ursprünglich unter dem Baldachin am Haupteingang befand. Das gothische Grabmahl zeigt ein Basrelief mit einer Mutter Gottes mit Kind, die Heiligen Paulus, Antonio und Onofrio und die Heiligen Hieronymus, Johannes den Täufer und Ignaz von Antochia.

Der Sarkophag des Antonio Penna
Die dritte Kappelle

Die dritte Kappelle ist dem heiligen Abt Benedikt gewidmet und zeigt ein gothisches Fresko von einem unbekannten Künstler mit der Darstellung des Benedikts. An der Wand ist ein schöner Sarkophag der del Balzo Familie zu sehen, der auf drei Reihen mit zwei je kleinen Säulen ein Basrelief mit einer Madonna mit Kind, zwei Ritter, der heiligen Katherina von Alexandria, dem Heiligen Petrus, Stefan und einem unbekannten Heiligen.

Der del Balzo Sarkophag aus dem rechten Kirchenschiff der Basilika von Santa Chiara
Die achte Kappelle

Diese Kappelle ist der Geburt Jesu gewidmet und beinhaltet das Bild der Anbetung der Hirten des Marco Pino aus Siena aus dem 16. Jahrhundert. Auf der linken Seite ist ein Fragment des Grabmahls des jung verstorbenen Ludovico von Duraz von Pacio Bertini aufgehängt worden

Der aus Siena stammende Marco Pino mit seiner Anbetung der Hirten
Die zehnte Kappelle

Die zehnte Kappelle hat eine besondere Bedeutung, da sie der königlichen Familie der Bourbonen angehörte und sie eine der beiden Kappellen ist, in der die barocke Dekoration nicht verbrannt ist. König Karl III wollte 1742 eine provvisorische Kappelle für die Königsfamilie innerhalb der Basilika von Santa Chiara. Im 14. Jahrhundert war diese Kappelle dem Heiligen Ludwig von Toulouse gewidmet und beinhaltete das berühmte Bild Der Heilige Ludwig von Toulouse kürt Robert zum König von Simone Martini, das heute in der Bildergallerie von Capodimonte ausgestellt ist und eines der wichtigsten Werke des Museums darstellt. Das Bild über dem Altar der Ungläubigkeit des Heiligen Thomas stammt von Girolamo Macchietti aus dem 16. Jahrhundert. Der aufwenige Sarkophag auf der linken Seite beinhaltet di Reste von Philipp, erster und mental behinderter Sohn von König Karl III dem Bourbonen, der im Alter von 30 Jahren verstorben ist. Die Struktur stammt von einer Zeichnung des Ferdinando Fuga und die Putten sind ein Werk des Giuseppe Sanmartino, der durch sein Werk des verschleierten Christus beeits einen wichtigen Status erreicht haben musste. Auf der rechten Seite der Kappelle liegen die Reste der bourbonischen Familie Ferdinando I,Francesco I mit seinen beiden Ehefrauen Maria Clementina von Habsburg und Maria Isabella von Spanien, Maria Teresa von Habsburg-Teschen(zweite Frau des Ferdinand II), Francesco II mit seiner Frau Maria Sophia von Bayern, dessen Tochter Maria Cristina Pia und Mutter Maria Cristina di Savoia. Neben der Kappelle sind ausserdem noch schöne Fragmente eines gothischen Freskos der Madonna del Cucito der senesischen Schule zu erkennen.

Das Grabmahl des Bourbonen Philipp mit Engelns des Sanmartino

Das Presbiterium

Im Presbiterium sind einige monumentale Grabmähler der anjouinischen Königsfamilie und nicht zuletzt das grösste königliche Grabmahl des italienischen Mittelalters zu besichtigen. Auf der rechten Seite des Presbiteriums befindens sich die beiden Grabmähler von Karl von Kalabrien und seiner 1331 verstorbenen zweiten Ehefrau Maria von Valois.

Das Grabmahl der Maria von Valois von Tino di Camaino
Die Grabmähler von Maria von Valois und Herzog Karl von Kalabrien

Dieses Grabmahl wurde lange Zeit als das Grabmahl der Königin Johanna I gehalten, gehört aber ihrer Mutter Maria von Valois an. Das Monument gilt, zumindest was die Skulptur und die Engel betrifft, als ein Werk des Tino di Camaino. An den beiden Enden des Sarkophags sind ein Engel, eine Maria der Verkündung und unter den Bögen Maria von Valois, Johanna I, Maria von Duraz, Maria von Anjou und Carlo Martello abgebildet. Auf den seitlichen Flächen werden hingegen die Heiligen Klara und Elisabeth dargestellt. Die Karyatiden des Monumets repräsentieren die Karitas und die Mässigung der Maria von Valois. Eine Madonna mit Kind schliesst die Spitze des Grabmahls ab. Links vom Grabmahl der Maria von Valois befindet sich das Grabmahl des Karl von Anjou Herzog von Kalabrien, das ebenfalls von Tino di Camaino mit Gehilfen und der Verwendung antiken Marmors aus Terracina und Rom errichtet wurde. Auf der Frontseite ist ein Basrelief mit dem Herzog auf dem Thron wird von seinen kirchlichen und weltlichen Funktionären geehrt zu sehen.Der Herzog ist als Statthalter und als oberster Reichsverwalter gekleidet und zu seinen Füssen trinken ein Wolf und ein Lamm aus der selben Schüssel. Die Karyatiden stützen auf Löwen und stellen die Gerechtigkeit, die Tapferkeit, die Mässigung, die Klugheit, den Glauben, die Hoffnung, die Karitas und eine weitere noch nicht identifizierte Tugend dar.

Das Grabmahl des Karl Herzog von Kalabrien

Das Grabmahl von König Robert von Anjou

Hinter dem Hauptaltar ist das von den Brüdern Giovanni und Pacio unter der Nachfolgerin Johanna I zwischen 1343 und 1345 und im zweiten Weltkrieg beschädigtem monumentalen Grabmahl des König Robert von Anjou zu erkennen. Es ist das grösste königliche Grabmahl des Mittelalters in Italien. Die alegorischen Figuren der Tugenden Hoffnung, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mässigung halten den Sarkophag mit einem Basrelief, das König Robert auf einem Bischofssitz darstellt. Zu seiner rechten Seite sind die Königin Sancha aus Mallorca, die Neffin Johanna I und Roberts zweiter Sohn Ludovico zu erkennen. Zu seiner linken Seite kann man seine erste Ehefrau Violante von Aragon, Karl von Kalabrien und Maria von Valois erkennen. Auf den Seiten des Sarkophags werden Ludovico von Duraz, Carlo Martelo (Sohn des Karl von Kalabrien) und die beiden Töchter des Carlo Martello repräsentiert. Auf der Sargplatte wird der liegende König Robert in einem franziskanischen Gewand abgebildet. Im Hintergrund sind ausserdem die Freien Künste des Triviums und des Quadriviums (Grammatik, Dialektik, Rhetorik, Musik, Geometrie, Arithmetik und Astronomie) dargestellt. Auf der höchsten Stelle des Monuments ist König Robert auf dem Thron sitzend über der Aufschrift des Petrarca “Cernite Robertum Regem Virtutem Refertum” (Schaut zu König Robert reich an Tugenden) eingesetzt worden. Die Bombardierungen von 1943 haben einen Teil des Monuments leider zerstört: einige erhaltene Reste wie der Kopf der Madonna, König Robert kniet vor dem Heiligen Franziskus und ein Teil des dekorativen Marmortuche sind im Museo dell’Opera des Monumentalen Komplexes von Santa Chiara ausgestellt.

Das monumentale Grabmahl des Königs Robert von Anjou hinter dem Hauptltar
Das Grabmahl der Maria von Duraz

Auf der linken Seite des Prebiteriums ist das Grabmahl der Maria von Duraz zu erkennen. Maria war die Schwester der Johanna I. und die Ehefrau des Karl von Duraz. Der Baldachin wird von Spiralensäulen gehalten und der Sarkophag der Maria stützt auf den zwei Skulpturen der Hoffnung und Karitas und zwei Löwen, Der Sarkophag selbst ist mit einer Madonna mit Kind zwischen den Heiligen Paulus, Katherina von Alexandria, Maria Magdalena und Petrus dekoriert. An den Ober- und Unterteil wurden ein Erzengel Gabriel und eine Maria der Verkündigung angebracht. Auf den Seiten sind weiterhin eine Heiliger Georg und ein Zelebrierender zu sehen, über dem Sarkophag wird die liegende Verstorbene auf einer Sargplatte mit einem Kruzifix dargestellt.

Die Spiralensäulen am Grabmahl der Maria von Duraz
Der Hauptaltar

Der Hauptaltar mit 16 Spiralsäulen mit unterschiedlichen Kapitellen stammt aus dem 14. Jahrhundert von einem leider nicht bekannten Künstler. Das schöne Kruzifix ist ein schönes Beispiel erhaltener gothischer Kunst aus dem 14. Jahrhundert. Unter den Bögen aus drei Kreisen sollten ursprünglich kleine Statuen gestanden haben, von denen die 4 erhaltenen im Museo dell’Opera ausgestellt in, während in der Basilika nur noch die Basen zu erkennen sind. An dem höchsten Punkt des Altars halten Engel zwei Wappen der Königin Sancha aus Mallorca.

Das gothische Kruzifix am Hauptaltar der Basilika von Snta Chiara in Neapel

Das linke Kirchenschiff der Basilika von Santa Chiara

Die neunte Kappelle

Vom Altar aus kommend ist die neunte Kappelle der Heiligen Maria Francesca gewidmet. Auf der mittleren Wand ist ein Fries des sogenannten Maestro Durazzesco mit einem Christus, der Jungfrau Maria und dem Heiligen Johannes in drei Nischen zu sehen. Auf der linken Seite steht der Sarkophag des Giovanni Battista Sanfelice und andere Grabmähler aus der Familie des berühmten neapolitanischen Architekten Ferdinando Sanfelice und seinem Palazzo Sanfelice im Stadtviertel Sanità. Der Herzogs von Rodi Garganico liess sich in einem antiken römischen Sarkophag begraben, der auf einem seiner Landgüter gefunden wurde und aus dem 3. oder 4. Jahrhundert nach Christus stammt. Auf dem Sarkophag ist der in der Änäis von Vergil und der Metamorphose von Ovid beschriebene Mythos von Protesilaus und Laudamia abgebildet. Auf dem Fussboden ist das Wappen der Familie abgebildet, auf der rechten Seite der Kappelle ist ein Basrelief aus dem 19. Jahrhundert der Giustina Monforte eingesetzt worden.

Der wiederverwendete Sarkophag aus der Antike
Die siebte Kappelle

Die dem Heiligen Franziskus von Assisi gewidmete Kappelle ist die weitere erhaltene barocke Kappelle der Basilika von Santa Chiara. Der adlige Girolamo del Balzo liess die Kappelle im 17. Jahrundert mit vegetalen Motiven, geometrischen Dekorationen, Marmorwänden, einer weiss/rot/blauen Kassettendecke mit viereckigen und oktagonalen Kassetten und Stuckarbeiten erneuern. In den Lünetten sind mit dem Abdruck der Stigmata und der Alegorie zur franzikanischen Demut Szenen aus dem Leben des Heiligen Franziskus dargestellt. Die Statue des Heiligen Franziskus in der Nische in der zentralen Wand eingesetzt stammt von einem neapolitanischen Künstler aus dem 17. Jahrhundert. An den seitlichen Wänden sieht man die beiden Medaglions der Portraits von Battista und Beatrice del Balzo (rechts) und Isotta und Girolamo del Balzo (links). Auf der linken Seite ist ausserdem das Grabmahl des Raimondo del Balzo mit den drei Skulpturen der Tugenden Gerechtigkeit, Tapferkeit und Milde, die den Sarkophag mit der Skulptur des Verstorbenen mit 6 Falknern und einer Madonna mit Kind eines toskanischen Künstlers stützen. Auf der rechten Seite ist das im gleichen Stil gefertigte Grabmahl der im selben Jahr verstorbenen Ehefrau des Raimondo del Balzo Isabella Apia zu bewundern. Hier zeigen die Karyatiden die Tugenden des Glaubens, der Klugheit und Hoffnung und die liegende Verstorbene wird mit ihren Brautjungern gezeigt. Die Inschrift auf den Seiten erinnert an einige Verwandte der del Balzo Familie und an ihren Abstammung von einem der drei Heiligen Könige.

Die gothische Kunst am Grabmahl des Raimondo del Balzo
Die zweite Kappelle

Diese Kappelle ist den antonianischen Wundern gewidmet. Auf der linken Seite steht der schöne Sarkophag des Drugo Merloto auf zwei kleinen Säulen mit einem Basrelief mit 5 Oktagons und Wappen. Die Skulptur des Verstorbenen im Kriegsgewand wurde schräg liegend angebracht. Hinter der Skulptur sind ein Christus, der Heilige Franziskus und der Heilige Ludwig von Tolouse (Bruder des Königs Robert) auf Rauten zu erkennen. Der oberen Teil des Monuments wurde mit einer Madonna mit Kind zwischen zwei Heiligen und dem knienden Drugo Merloto dekoriert. Auf der rechten Seite der Kappelle ist der gothische Sarkophag aus dem 14. Jahrhundert mit der Darstellung der Jungrau Maria mit Kind, den Heiligen Agnes, Paulus, Catherina und Petrus. Auf der Rückwand sind noch Reste der gothischen Freskendekoration des 14. Jahrhunderts und Kleeblättern erhalten geblieben.

Der obere Teil im Detail des Grabmahls von Drugo Merloto

Erleben Sie mit mir oder einem meiner qualifizierten Kollegen die Stadt Neapel bei einer Führung. Gerne können Museen, Kirchen oder andere Besonderheiten individiduell ins Programm eingefügt werden.

Weitere Informationen zu den Monumenten der Stadt Neapel finden Sie auch in der Kategorie in meinem Blog.

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Der Palazzo dello Spagnolo von Neapel

Der sogenannte Palazzo dello Spagnolo ist sicherlich einer der bekanntesten und bewunderten Paläste der Stadt Neapel, auch wenn er sich am Marktplatz der Vergini an der Hausnummer 19 im Viertel Sanità nicht selten hinter den vielen Marktständen versteckt wird. Der Palazzo dello Spagnolo wurde im Auftrag unter Graf von Poppano Nicola Moscati im Jahr 1738 errichten lassen nachdem er vom früh verstorbenen Vater Baron Aniello d’Orso seiner jungen Ehefrau zwei Gebäude als Erbe erhielt. Moscati muss von dem besonderen Treppengang des Palazzo Sanfelice stark beeindruckt gewesen sein, so das er die beiden Gebäude unter Architekt Ferdinando Sanfelice restaurieren und durch eine dem Palazzo Sanfelice ähnliche Treppe verbinden lassen wollte. Zum Ende des 18. Jahrhunderts wird der Palazzo vom Spanier Tomaso Atienza aufgekauft, woher der Spitzname Palazzo dello Spagnolo (Palast des Spaniers) stammt. Unter Atienza wird eine weitere Etage hinzugefügt und die erste und zweite Etage mit Fresken dekoriert (die heute wegen den vielen Restaurierungen nicht mehr vorhanden sind).

Der Sanfelice Treppengang im restaurierten Palazzo dello Spagnolo

Die Geschichte

Bevor unter Murat zum Anfang des 19. Jahrhunderts die Brücke über dem Stadtviertel gebaut hatte, was letztendlich zu einer Isolation des Viertels geführt hat, wurde das Stadtviertel Sanità noch von bedeutenden Persönlichkeiten der Zeit besucht und war ein eleganter Teil Neapels. Der Palazzo dello Spagnolo wurde oft von König Karl III der Borbonen, Freund des Grafen Moscati, besucht um die Pferde der Kutsche mit Ochsen auszutauschen um steilen Aufstieg von den Vergini zum Königspalast von Capodimonte zu bewältigen. Nach dem Besuch von König Umberto von Savoia im Jahr 1925 wird der Palazzo dello Spagnolo zum Nationalmonument Italiens erklärt. 1966 und nach dem Erdbeben im Jahr 1980 wurden Restaurierungen vorgenommen, während der Bildhauer Augusto Perez nach dem Erwerb einer Wohnung in den Jahren 1997 bis 2000 in seiner Wohnung einige der ursprünglichen Dekorationen wiederherstellen konnte.

Die heutige Fassade als Prospekt

Die Fassade

Die Fassade des Palazzo dello Spagnolo ist mit Wandpfeilern und Balkons mit Fenstern geschmückt. Die Fassade basiert auf drei Etagen, wobei an der später hinzugefügten dritten Etage noch der dekorative Rahmen des ehemaligen Dachs zu erkennen ist. Die Balkons der ersten Etage werden von Zierleisten und gebrochenen Tympana und die der zweiten Etage von kurvigen Elemente und Bögen dekoriert. Das Portal mit Pfeilern aus Piperngestein wird von Kartuschen und Voluten als Symbol der Adelsetage überragt.

Die Stuckarbeiten im Rococò Stil nach Francesco Attanasio sind erhalten geblieben

Der Innenhof

Im Innenhof angelangt fällt der Blick auf den, in diesem Fall anders als beim Palazzo Sanfelice restaurierten, Treppengang auf einer doppelten Rampe mit jeweils fünf Bögen pro Etage, die bis auf die letzte Etage symmetrisch verläuft. Hier sind auf den verschiedenen Etagen sogar noch die Lünetten mit florealen Motiven und Büsten im barocken Stil aus Stuck des Aniello Prezioso nach Projekt des Francesco Attanasio von 1742 erhalten geblieben. Die Treppe wird nur durch die Pfeiler erhalten um auf den Etagen und den Treppengängen einen besonderen Effekt aus Bögen, dekorierten Decken und Eingangsbereichen zu schaffen. Der sogenannte Falkenflügelstil der Treppe wurde hier als Treffpunkt des sozialen Lebens innerhalb der Bewohner und Besucher des Palastes konzipiert und mit Rococò-Stuckkreationen des königlichen Ingenieurs Francesco Attanasio verschönert, die von Aniello Prezioso umgesetzt wurden. Die Pipernmasken auf dem Treppengang haben die Funktion des Fackellöschers. Ursprünglich hatte der Palazzo auch einen Garten hinter dem zweiten Innenhof, der heute aber leider nicht mehr existiert.

Ein Pipernmaske als Fackellöscher

Das geplante Totò-Museum

Seit einigen Jahren ist es in Planung im Palazzo dello Spagnolo ein Museum über Totò einzurichten, dem bedeutendsten italienischen Komiker des 20. Jahrhunderts der ursprünglich aus dem Stadtviertel Sanità kam, doch bisher wurde dieses Projekt verschoben und bisher wurde zur Mahnung eine Maske von ihm auf eine der Büsten gesetzt.

Die Abendbeleuchtung zeigt die Architektur des Palazzos besonders detailliert

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Der Palazzo Sanfelice von Neapel

Der Palazzo Sanfelice befindet sich in der Via Sanità an der Hauptstrasse des gleichnamigen neapolitanischen Stadtviertels unter den Hausnummern 2 und 6. Die Geschichte des Palastes beginnt im Jahre 1713 oder 1714 mit der Entscheidung des neapolitanischen Architekten Ferdinando Sanfelice für sich und seine Frau Agata Ravaschieri di Satriano eine neue Residenz zu errichten. Die Bauarbeiten dauern circa 14 Jahre und integrieren teilweise vorbestehende mit neuen Strukturen, die durch eine gemeinsame Fassade mit zwei Portalen verbunden werden. Der Fussboden der Innenhöfe wurde erst nach dem Tod des Ferdinando Sanfelice durch seinen Sohn Camillo mit Vulkangesteinplatten des Vesuvs besetzt.

Ein Detail der Treppe im ersten Portal

Der erste Innenhof (Hausnummer 2)

Über den beiden Portalen wurden jeweils zwei Meerjungfrauen des Domenico Gadaleta unter dem Balkon der ersten Etage und Lobinschriften über den Sanfelice des Matteo Egizio eingesetzt. Die oberen Etagen der Fassade wurden mit Stuck dekorierten Fenstern und Büsten verschönert. So ähnlich sich die beiden Portale sehen, umso unterschiedlicher sind die Innenhöfe des Palazzo Sanfelice. Der Innenhof an der Hausnummer 2 zeigt eine mit einem achteckigen Stern besetzte Decke am Zugang und hat eine oktagonale Form. Die weichen Ecken dieses Innenhofs schaffen es dabei diesem eher kleinen Innenhof eine angenehme Weite zu geben. Eine Treppe mit einer Doppelrampe und einem aussergewohnlichen Verlauf führt zu den Wohnungen der beiden oberen Etagen.

Der Zugang zum zweiten Innenhof mit Blick auf den Treppengang und den Garten

Der zweite Innenhof (Hausnummer 6)

Der zweite Innenhof hat ein Portal mit einem Fresko mit dem Wappen und Waffen der Adelsfamilien des Ehepaars mit der berühmten und szenographischen Treppe im sogenannten Falkenflügel-Stil (wie beim Palazzo dello Spagnolo) mit jeweils 5 Bögen pro Etage. Die Stufen des Palazzo Sanfelice wurden zu Ehre seiner Ehefrau mit dem für Neapel ungewöhnlichen Schiefer verkleidet, da sie ursprünglich aus der Ortschaft Lavagna (auf italienisch Schiefer) an der ligurischen Küste stammte. Der rechteckige Innenhof und die beiden Seitenflügel existierten bereits und wurden vom Sanfelice aufgekauft. Das Werk des Sanfelice ist somit eine Erweiterung des Innenhofs bis in den am Hang gelegenen Garten und dessen Verbindung zum Innenhof durch die Erfindung eines besonderen Treppengangs.

Eine besondere Filmbeleuchtung zeigte die besondere Raumarchitektur des Sanfelice auf

Die Architektur

Die Umgebung des Palazzo Sanfelice war damals noch recht undicht besiedelt, so das der damalige Eindruck wohl der einer Mischung oder ein Übergang von einem Stadtpalast und einer Vorort-Villa gewesen sein könnte. Der Treppengang ist somit ein Meisterwerk der neapolitanischen Architektur des offenen Raumes. Die Idee eines vollendeten geschlossen Raumes wird zu Gunsten einer luftigen Räumlichkeit aufgegeben, die fast das Raumgefühl eines römischen Aquädukts in einer barocken Form aufkommen lässt. Der Palazzo Sanfelice wurde auch vom französischen Street Art Kuenstler Zilda ausgewählt um eines seiner Werke zu hinterlassen. Dieses ist auch vom Innenhof auf der rechten Seite des Treppenganges zu erkennen.

Die Inneneinrichtung

Während des 18. Jahrhunderts wurde bei der Beschreibung der Inneneinrichtung auch von Fresken des Francesco Solimena und die vier Skulpturen der Jahreszeiten des Giuseppe Sanmartino berichtet, die allerdings bereits bei der Übernahme im Jahr 1854 durch Francesco Capecelatro, Graf von San Lucido, bereits nicht mehr vorhanden gewesen sein sollen.

Street Art von Zilda im Palazzo

Die Besichtigung

Der Palazzo Sanfelice hat einen Portier, der innerhalb der Woche von 9-13 und von 16-19 Uhr (von 13 bis 16 Uhr ist Mittagspause) und am Samstag halbtags die Pforten öffnet um den Palazzo vom Innenhof aus besichtigen zu können. Bitte bedenken Sie das der Palazzo bewohnt ist und der Treppengang, mit oder ohne Anwesenheit des Portiers, nicht hinaufgestiegen werden darf um die Privatsphäre der Anwohner zu bewahren. Eine legale Besichtigung des gesamten Treppenbereichs ist auf Anfrage möglich: kontaktieren Sie mich dafür über meine Mailadresse info@napolitrip.com

Sofia Loren bei den Dreharbeiten von einem der vielen Filmen die im Palazzo gedreht wurden

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Die Kirchräume der Kartause von San Martino in Neapel

Wegen ihrer Komplexität habe ich die Beschreibung daher in drei Teile aufgeteilt und die Geschichte der Kartause, die Kirche und die Kirchräume der Kartause von San Martino in Neapel in drei separaten Artikeln beschrieben. Die Kartause von San Martino ist wahrscheinlich das bedeutendste Kloster der heutigen Stadt Neapel, das ausserhalb der Stadtmauern errichtet wurde. Die Kirchräume der Kartause von San Martino können über eine Treppe vom grossen Kreuzgang der Kartause von San Martino erreicht werden, die aus einem Parlatorium, einer Passage, dem Kapitelhaus, der Absis der Kirche, der Sakrestei, einer weiteren Passage und der neuen Schatzkappelle bestehen.

Die Fresken des Avanzino Nucci von 1596 dekorieren das Parlatorium

Das Parlatorium

Der erste Bereich ist das Parlatorium, in dem die Mönche ihre gemeinschaftlichen Momente mit den externen Besuchern der Kartause verbringen konnten. Die Fresken stammen von Avanzino Nucci aus dem Jahr 1596 und zeigen die Ankunft des Heiligen Geistes an der Decke des Raumes. Auf dem oberen Bereich sind zwei Episoden des Wunderbaren Fischfangs, der Wiederauferstehung, und der Ungläubigkeit des Heiligen Thomas und Profeten zu erkennen. Im unteren Bereich sind Lebensgeschichten des Heiligen Bruno dargestellt. In den Ecken des Parlatoriums werden hingegen die Heiligen Priore des Kartauser-Ordens gezeigt.

Das Bild des Massimo Stanzione unter den Fresken des Bernardino Cesari

Die kleine Passage

Die kleine Passage verbindet das Parlatorium mit dem Kapitelhaus und wurde von Bernardino Cesari (Bruder des Cavalier d’Arpino) im Jahr 1593 mit Fresken über die Kindheutsgeschichte des Jesus und Tugenden dekoriert. Von ihm stammt auch das Bild der Geisselung Christi, während die Predigt in der Wüste des Johannes des Täufers von Massimo Stanzione und die Mariä Heimsuchung und die Darstellung des Herrn von Flaminio Torelli stammen.

Das Kapitelhaus ist eines der bedeutendsten Kirchräume der Kartause von San Martino

Das Kapitelhaus

Die Dekoration des Kapitelhauses stammt von den beiden Künstlern Belisario Corenzio und Paolo Finoglio aus dem 17. Jahrhundert. Die Decke ist Werk des Belisario Corenzio mit der Vertreibung aus dem Tempel, dem Verlorenen Sohn, den Tugenden und Heiligen Kartäusern. In den 10 kleinen Lünetten wurden von Paolo Finoglio zwischen 1620 und 1626 die Heiligen Gründer der religiösen Orden dargestellt: Der heilige Benedikt (Benediktiner), Der Heilige Bruno von Köln (Kartäuser), der Heilige Bernhard (Zisterzienser), der Heilige Franziskus (Franziskaner), der Heilige Franziskus von Paola (Orden der minderen Brüder), der Heilige Augustin (Augustiner), der Heilige Domenikus (Domenikaner), der Heilige Romuald (Kamaldulenser), der Prophet Elias (Karmelitaner) und der Heilige Basilius (Basilianer). Die Bilder an den Wänden des Kaiptelhaus der Kartause von San Martino sind die Erscheinung der Mutter Gottes mit der Übergabe an San Bruno der Ordensregeln von Simon Vouet, die Beschneidung von Paolo Finoglio, die Anbetung der Könige von Battistello Caracciolo und die Anbetung der Hirten von Massimo Stanzione. Von Battistello Caracciolo stammen auch die Bilder des Johannes des Täufers und dem Heiligen Bischof Martin an den Seiten des Bogens. Am Eingang zur Absis ist mit Der 12 jährigen Jesus im Tempel das einige Bild aus dem 18. Jahrhundert von Künstler Francesco de Mura zu sehen. Der Holzchor ist ein Werk des Orazio de Orio mit Einschnitten von Carlo Bruschetta aus dem Jahr 1627.

Die toskanischen Holzintarsien von 1520 im Chor der Konvertiten

Der Chor der Konvertiten

Die Konvertiten waren Mönche, die keine Messen zelebrierten und sich um die Dienstleistungen der Kartause kümmerten. Das Altarbild des Erzengel Michels ist von Fracanzano aus dem Jahr 1635. Die 26 Abschnitte mit Tafeln mit Holzintarsien an den Wänden sind von Giovan Francesco d’Arezzo von 1520 und zeigen die Heiligen Hugo, Bruno, Johannes, Hieronymus, Stillleben und Perspektiven. Ursprünglich waren diese im Chor der Pater und wurden unter Cosimo Fanzago in diesen Chor eingerichtet. Die Fresken stammen von Micco Spadaro und zeigen Landschaften auf der Decke sowie Geschichten der Kartäuser und Episoden aus dem neuen und alten Testament an den Wänden des Chors.

Weitere Holzintarsien, dieses Mal im flämischen Stil, sind mit barocken Fresken in der Sakrestei zu sehen

Die Sakrestei

Über due Kirchabsis kann die Sakrestei der Kartause von San Martino erreicht werden. Die Wände wurden mit Schränken mit dreidimensionalen Holzintarsien mit den Geschichten der Heiligen Schrift und Geschichten der Apokalysse im oberen Bereich und architektonischen Perspektiven im unteren Bereich ausgestattet. Das Kunstwerk aus Holz ist eine Zusammenarbeit unter Dosio von 1598 von den flämischen Künstlern Heinrich aus Utrecht, Lorenz Ducha und Theodor de Vogel (Intarsien) und den lokalen Künstlern Nunzio Ferrero und Giovanni Battista Vigilante (Holzschnitzer). Die vielen Fresken der Sakrestei stammen vom Cavalier d’Arpino, während die Bilder von Lazzaro Tavarone von 1594 (Sybillen und Propheten in den Lünetten und Geschichten der Passion Christi). Die beiden zentralen Wände zeigen eine Kreuzigung des Cavalier d’Arpino neben einer Säulengangperspektive des Viviano Codazzi und einer Negierung des Heiligen Peters (unbekannt) auf der einen Seite und ein Ecce Homo von Massimo Stanzione und Viviano Codazzi auf der gegenüberliegenden Seite der Sakrestei.

Die feine Arbeit an den Tafeln mit Intarsien

Der kleine Flur (Passetto)

Der kleine Flur verbindet die Sakrestei mit der neuen Schatzkappelle und hat eine von Massimo Stanzione mit Fresken der Geschichten des antiken Testamtents, Evangelisten und Christus dekorierte Decke. Die symbolhaltenden Engel und die Tugenden an den Wänden sind Werk des Paolo de Matteis. Die aufgehängenten Bilder stammen von Luca Giordano (die Berufung des Petrus und Andreas und die Berufung des Matthäus) und von Andrea Malinconico mit dem Exodus der Juden aus Ägypten. Das Waschbecken im kleinen Nebenzimmer ist eine neapolitanische Faktur des 17. Jahrhunderts.

Luca Giordano bei seinem letzten Lebenswerk im Jahr 1705

Die neue Schatzkappelle

Die neue Schatzkappelle ist die letzte Räumlichkeit der Kirchräume der Kartause von San Martino und weist einen aufwendigen Fussboden mit Marmorintarsien auf. Die Dekoration stammt komplett von Luca Giordano, der hier mit fast 70 Jahren arbeitete und seine letzten Kunstwerke hinterliess. Der kleine aus Amethisten, Lapislazuli und Karneol bestehende Altar ist von Giovanni Selino und wird von der bekannten Pietas von Jusepe de Ribera von 1637 überragt. Die Möbel mit Holzintarsien stammen von Gennaro Monte von 1691 und beinhalten die leeren Reliquarien aus goldenem Kupfer und Elfenbein von Biagio Monte (ebenfalls 1691). Der ursprüngliche Schatz bestand aus Statuen, Kerzenständern, liturgischen Objekten und Reliquarien (mit einem Gewicht von insgesamt ca. 400 Zentnern und aus Gold, Silber und Edelsteinen bestehend) wurden 1799 von König Ferdinand IV leider geschmolzen um Einnahmen zu sammeln um sich gegen das nahende französische Militär während der Parthenopeischen Revolution wehren zu können.

Erleben Sie mit mir oder einem meiner qualifizierten Kollegen die Stadt Neapel bei einer Führung. Gerne können Museen, Kirchen oder andere Besonderheiten individiduell ins Programm eingefügt werden.

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Monumente der Stadt Neapel

Die Kirche der Kartause von San Martino in Neapel

Vom monumentalen Kreuzgang des Klosters der Kartause von San Martino ist die Fassade der von 1325 bis 1368 errichteten Kirche der Kartause von San Martino zu erkennen, die im Laufe der Jahrhunderte vielen Veränderungen unterworfen wurde und heute ein barockes Meisterwerk Neapels darstellt. Die Kirche der Kartause von San Martino kann mit dem Eintrittsticket der Kartause von Neapel besichtigt werden, auch wenn diese leider nicht immer von innen zu betreten ist. Die Geschichte der Kartause von San Martino ist in meinem Artikel über die Struktur der Kartause nachzulesen. Die Kirche besteht heute aus einem einzigen Kirchenschiff, acht Seitenkappellen und den Kirchenräumen der Kartause von San Martino, die in einem gesonderten Artikel beschrieben werden. Von der Originalstruktur ist noch das Kreuzgewölbe des Hauptschiffs und die ogivalen Bögen aus Tufstein und Pipern der Vorhalle der Kirche. Zum Ende des 16. Jahrhunderts reduziert der florentiner Giovanni Antonio Dosio die Vorhalle und entfernt zwei Bögen, die durch zwei weitere Kappellen ersetzt wurden (Die Kappellen des Rosenkranzes und des Heiligen Josefs). Unter Dosio wurden zudem die beiden ursprünglichen Seitenschiffe in Kappellen umgewandelt. Mit der Übergabe des Projekts an den damaligen Stararchitekten Cosimo Fanzago wird die Fassade mit weissem und Bardiglio Marmor und venezianischen Fenstern bereichert. Der obere Teil der Fassade der Kirche der Kartause von San Martino stammt von den letzten Neuerungen aus dem 18. Jahrhundert des Nicola Tagliacozzi Canale.

Die Kirche der Kartause von San Martino hat ein Hauptschiff mit reichen Seitenkappellen
Die Vorhalle der Kirche der Kartause von San Martino

Über dem Eingangsportal hängt eine vom Ende des 16. Jahrhunderts von einem unbekannten neapolitanischen Künstler gefertigten (vielleicht Felice de Felice) Büste des Papst Pius V ( auch Bischof San Martino genannt). Vor dem Eingangsportal halten zwei Engel des Cavalier d’Arpino das Wappen Cart (Cartusia). Die Holztür mit Intarsien die Heilige darstellen stammt aus dem 17. Jahrhundert. Die Fresken an der Vorhalle oben links neben der Tür stammen noch von Giovanni Baglioni unter Giovanni Antonio Dosio, während die anderen Dekorationen an dieser Wand unter Cosimo Fanzago von Belisario Corenzio 1632 und Micco Spadaro in den Jahren 1651-1656 umgesetzt wurden.

In der Vorhalle sind Geschichten zu den Kartaeusern zu sehen, hier aus der Hand des Micco Spadaro
Die Fussbodendekoration

Das Projekt des beeindruckenden Fussbodens der Kirche der Kartause von San Martino wurde von Cosimo Fanzago und dem Kartauser Bonaventura Presti umgesetzt. Das eigentliche Projekt des Fanzago konnte von ihm nicht vollendet werden, da die Arbeiten im Jahr 1656 wegen einem Streit mit den Kartäusern unterbrochen wurden. Erst 8 Jahre später führt Bonaventura Presti di beeindruckende Intarsienarbeit fort, die eine scheinbare Dreidimensionalität und dem Besucher einen starken visuellen Impakt hinterlassen. Für ihn wurden der spanische Broccatello, Bardiglio, Onis aus San Gesualdo, Fiamma di Blesia, grüner Marmor aus Kalabrien, weisser Carraro, Alpujarras, roter aus Frankreich, der gelbe aus Siena, der Diaspro aus Sizilien und der schwarze Marmor aus Belgien verwendet.

Die Fussbodendekoration, Projekt des Cosimo Fanzago
Die Dekoration der Decke und der Gegenfassade

Die Decke der Kirche hat ihr gothisches Gewölbe aus dem 14. Jahrhundert erhalten und wurde zwischen 1637 und 1640 von Giovanni Lanfranco bei einem seiner bedeutendsten Lebenswerke mit Fresken von Engeln, Seeligen und Heiligen dekoriert. In den Formen eines Halbmonds neben den Fenstern ist die berühmte Serie des Jusepe de Ribera der Apostel und Profeten zu sehen. An der Gegenfassade stehen die Skulpturen des Johannes des Täufers und des heiligen Hieronymus von Architekt Cosimo Fanzago sowie ein Moses und Elias von Jusepe de Ribera zu sehen, während das Bild der Grabbeilegung des Christus über dem Eingang von Massimo Stanzione stammt.

Die Fresken des Lanfranco an der Decke der Kirche der Kartause von San Martino
Der Hauptaltar

Der Hauptaltar ist von 1705 aus goldfarbigem Holz und Stuck und eine Kopie des ursprünglichen Marmorprojekts von Francesco Solimena unter Architekt Tagliacozzi Canale. Aus dieser Zeit stammt auch die Brüstung aus Marmor und Bronze um dem Presbiterium sowie der reiche Marmorfussboden der Absis. Die beiden Altarengel wurden erst 1768 von Giuseppe Sanmartino hinzugefügt. Der Chor aus Holz stammt hingegen aus dem 17. Jahrhundert und ist ein Werk des Orazio de Orio, so wie die Skulpur in einer Nische des Chors der unbefleckten Madonna von Gennaro Monte von 1682. Unter diesem Chor wurde übrigens auch ein Zimmer eingerichtet, das die Akustik verbesserte. Eine der Platten wurde durchlöchert um ein Blick in das Zimmer zu werfen zu können.

Die Absis

An der Aussenwand der reich besetzten Absis der Kirche der Kartause von San Martino sind die Skulpuren Vita Attiva von Pietro Bernini und die Vita Contemplativa von Giovan Battista Caccini zu bewundern. In der Wölbung wurde unter Architekt Dosio die Fresken von Cavalier d’Arpino und Bernardino Cesari mit den Geschichten des Neuen und Alten Testaments und den Geschichten der Evangelisten, Doktoren der Kirche, Profeten und Heiligen Kartausern zwischen 1591 und 1596 angebracht. Die Kreuzigung im Halbkreis unter der Wölbung stammt hingegen von Giovanni Lanfranco. Auf den Seitenwänden wurden einige Bilder bedeutender Künstler der Zeit aufgehängt: die Fusswaschung von Battistello Caracciolo von 1682, die Kommunion der Apostel von Jusepe de Ribera von 1651, die Anbetung der Hirten von Guido Reni von 1641, Das letzte Mahl von der Schule des Paolo Veronese vom des Ende 16. Jhrs. und die Vorbereitung des letzten Mahls von Massimo Stanzione von 1639.

Dei Seitenkappellen: Die Kappelle des San Gennaro

Die erste Kappelle auf dem linken Kirchenschiff ist dem Schutzpatron der Stadt Neapel San Gennaro gewidmet. Die Marmordekoration stammt noch aus der Zeit des Dosio und Conforto (datiert 1620), während die Stuckarbeiten unter der Direktion von Cosimo Fanzago hinzugefügt wurden. Die Bilder der Enthauptung des San Gennaro, dem Martyrium des San Gennaro sowie die Fresken an der Decke mit den Geschichten des Heiligen und Die Glorie des San Gennaro stammen allesamt von Battistello Caracciolo von 1632. Die Bildhauerkunst wurden von Domenico Antonio Vaccaro in den Jahren 1709-1719 gefertigt und zeigen Die Jungfrau und die Dreifaltigkeit übergeben San Gennaro die Schlüssel der Stadt in einem Hochrelief, die Skulpturen des Glaubens und Martyriums sowie die vier Medaillons mit der Darstellung der Evangelisten. Eine Tür auf der linken Seite führt in die nicht zugängliche Kappelle des Heiligen Josefs mit Skulpuren des Domenico Antonio Vaccaro und Bildern des Paolo de Matteis vom Anfang des 18. Jahrhunderts.

Die beeindruckende Bildhauerkunst des Domenico Antonio Vaccaro in der Kappelle des San Gennaro
Die Kappelle des Heiligen Bruno

Die zweite Kappelle auf dem linken Kirchenschiff des Heiligen Bruno beinhaltet die Marmordekorationen unter Cosimo Fanzago aus den Jahren 1631-1636. Die Kappelle wird von Bildern des Massimo Stanzione aus den Jahren 1633-1637 dekoriert (San Bruno gibt seinen Folgern die Ordensregel; Herzog Roger vor dem Heiligen Bruno, die Erscheinung der Jungfrau und des Heiligen Petrus vor den Kartäusern, die Heilung der Kranken an der wundersamen Quelle). Die barocken Skulpturen der Einsamkeit und der Penitenz, der Fussboden und die beiden Putten sind das Werk des Lorenzo Vaccaro.

Die Hand des Cosimo Fanzago ist klar in der Kappelle des Heiligen Bruno zu erkennen
Die Kappelle der Assunta

Die dritte Kappelle der Kirche der Kartause von San Martino, der Assunta gewidmet, hat eine Struktur aus dem 17. Jahrhundert mit Fresken der Lebensgeschichte der Maria von Battistello Caracciolo von 1626, während die Bilder der Verkündigung, die Assunta und die Mariä Heimsuchung von Francesco de Mura und die Skulpuren der Jungfräulichkeit und der Belohnung wie die beiden Putten am Altar von Giuseppe Sanmartino von 1757 unter Architekt Tagliacozzi Canali hinzugefügt wurden. Eine Tür auf der rechten Seite führt in die ehemalige Sakrestei, die in die Kappelle des San Nicola umgewandelt wurde und mit Fresken des Belisario Corenzio von 1632 und dem Altarbild San Nicola von Pacecco de Rosa von 1636 geschmückt wurde.

Der Einfluss des 18. Jahrhunderts ist in der Kappelle der Assunta zu sehen
Die Kappelle des Heiligen Hugo

Die erste Kappelle auf der rechten Seite erhält ihre Marmordekoration von Jacopo Lazzari und Felice de Felice aus den Jahren 1617-1622. Die Bilder Der Heilige Huge erweckt ein Kind zum Leben und Der Wiederaufbau der Abtei von Lincoln sind von Andrea Vaccaro von 1652 und das der Jungfrau zwischen den Heiligen Hugo und Anselmo ist von Massimo Stanzione von 1644. Die Skulpturen, Putten und Cherubim dieser Kappelle sind von Matteo Bottiglieri von 1725 ca. Auch diese Kappelle hat eine Tür zu einer weiteren Kappelle, der Kappelle des Rosenkreuzes, dessen Fussboden- und Stuckdekoration von Domenico Antonio Vaccaro und die Bilder (Die Heiligen Gennaro, Martino und andere) von Battistello Caracciolo umgesetzt wurden.

Die Kappelle des Heiligen Hugo mit der Marmordekoration aus dem ersten Viertel des 17. Jahrhunderts
Die Kappelle des Johannes des Täufers

Die zweite Kappelle der rechten Seite der Kirche der Kartause von San Martino stammt aus dem Projekt des Fanzago von 1631. Aus jener Zeit stammen die beiden Bilder des Massimo Stanzione von 1643 mit Salomè bietet Herodes den Kopf des Täufers an und der Köpfung des Täufers sowie seine Fresken in der Kuppel (Die Befreiung des Täufersaus dem Limbus und Die glorreiche Einkehr in den Himmel durch Jesus Christus) und den Pendentifs (die Kardinaltugenden) der Kappelle. Die Bilder des Paolo de Matteis mit dem Christus der vor seinen Folgern auf den Täufer deutet und des Gebets des Täufers in der Wüste sowie das Bild des Carlo Maratta der Täufung Christi wurden in den Jahren 1708-1710 hinzugefügt. Vom Anfang des 18. Jahrhunderts stammen auch die Skulpturen der Eloquenz und des Gute Rufs sowie der Fussboden des Lorenzo Vaccaro.

Der Heilige Martin von Tours mit Engeln auf dem Bild des Caracciolo
Die Kappelle des Heiligen Martin von Tours

Die dritte und letzte Kappelle der rechten Seite ist dem nach ihm benannten Kartause gewidmet, dem Heiligen Marttin von Tours (San Martino). Die ursprüngliche Einrichtung stammt aus dem ersten Viertel des 17. Jahrhunderts durch Nicola Botti und Salvatore Ferraro mit dem zentralen Bild von Battistello Caracciolo Der Heilige Martin und Engel von 1625 und wurde zur Mitte des 18. Jahrhunderts durch Architekt Tagliacozzi Canale und Bildhauer Giuseppe Sanmartino modernisiert. Vom Sanmartino stammen die Skulpturen der kerzenständerhaltenden Putten, die Tapferkeit und die Karitas von 1757. Die Fresken sind ein Werk des Paolo Finoglio von 1631 (Lebensgeschichten des Heiligen Martin. Die Beisetzung des Heiligen, die Erscheinung des Heiligen vor Imperator Vanetinian), während die seitlichen Bilder Christus erscheint dem Heiligen Martin im Traum und Der Heilige Martin teilt seinen Mantel mit einem Armen von Francesco Solimena von 1732 sind.

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