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Neapel und Kampanien in der Literatur

Paul de Musset über die Wichtigkeit der Sympathie in Neapel

Drei Wörter hören wir in Italien auf häufigsten, nämlich simpatico (sympathisch), seccatore (Störenfried), jettatore (Pechbringer), wobei sie in diesem Land einen besonderen Sinn haben. Man nennt eine Person sympathisch, wo wir sie als höflich bezeichnen würden; aber es ist nicht das gleiche. Höflichkeit erkennt man erst nachdem man Bekanntschaft gemacht hat, während man sich auf dem ersten Blick sympathisch ist, der erste Blick ist allerdings in Neapel überaus wichtig; man basiert sich auf ein Gefühl, während wir kennenlernen, vertiefen und bewerten wollen.

Paul de Musset, 1843 – aus dem italienischen von mir übersetzt

Antonio de Curtis – neapolitanischer Komiker aus der Sanità nahm seinen Humor aus dem Alltag der Stadt

Paul de Musset (geb. 1804 in Paris, gest. 1861 in Paris) war ein französischer Schriftsteller und Bruder des berühmteren Alfred de Musset. Der Text von Paul de Musset über die Wichtigkeit der Sympathie in Neapel unterscheidet zwischen Sympathie und Höflichkeit. Tatsächlich hat man auch heute noch in Neapel manchmal den Eindruck, das die Höflichkeit nicht immer wichtig ist, während Sympathie in Kontakt mit den Personen weitaus relevanter ist. Interessant sind auch die kulturellen Nebenaspekte der Höflichkeit, die bei einer sympathischen Bekanntschaft verloren zu gehen scheinen.

Weitere Berichte und Zitate über Neapel und die Region findet ihr in meinem Blog.

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Gastronomie in Kampanien

Der Taurasi Docg aus Irpinien

Der Taurasi ist ein hervorragender Wein und gilt, obwohl er international nicht sonderlich bekannt ist, als einer der bedeutendsten und langlebigsten Weine aus dem Süden Italiens und wird oft mit dem Barolo und dem Brunello di Montalcino verglichen.

Die Charakteristiken des Taurasi

Der Taurasi gilt als König der Rotweine Süditaliens, ist mindestens 20 Jahre lagerfähig und wird zu mindestens 85% aus der Rebsorte Aglianico hergestellt. Die vorgeschriebene Reifungsdauer für den Taurasi DOCG beträgt drei Jahre (davon ein Jahr im Holzfass), mit dem Zusatz „Riserva“ vier Jahre (davon 18 Monate im Holzfass). Die Mostausbeute beim Taurasi darf nach der ersten Fermentation der Trauben keine 70 Prozent und nach der Reifung keine 65 Prozent übersteigen. Die Farbe ist intensiv Rubinrot und das Bukett erinnert an Waldfrüchte, aromatische Gewürze, Veilchen und Kirschen. Der Geschmack des Taurasi ist trocken, voll, harmonisch, ausgeglichen und hat einen anhaltenden Nachgeschmack. Der Taurasi sollte bei 16-18°C serviert werden und passt hervorragend zu aromatischen Speisen wie Pasta mit Fleischsoßen, Wild und Geflügel, gegrilltes Fleisch und reife Käsesorten. Kurios ist, das der Taurasi laut Ursprungsbezeichnung in dunklen Bordauxflaschen und mit einem Naturkorken verkauft werden muß!

Das Anbaugebiet

Das Anbaugebiet der Docg-Ursprungsbezeichnung befindet sich in Irpinien in der Region Kampanien im Nord-Osten von Avellino in den Ortschaften Taurasi, Bonito, Castelfranci, Castelvetere sul Calore, Fontanarosa, Lapio, Luogosano, Mirabella Eclano, Montefalcione, Montemarano, Montemileto, Paternopoli, Pietradefusi, Sant’Angelo all’Esca, San Mango sul Calore, Torre le Nocelle und Venticano und grenzt an das Weißweinanbaugebiet des Fiano di Avellino und des Greco di Tufo an. Irpinien ist ein Gebiet im Süden Italiens, das dem stereotipischen Bild Süditaliens der Sonne, des Meeres, der Pizza und der Mandoline weit entfernt liegt. Die Temperaturen sind im Winter oft kalt, im Sommer nicht selten mild und oft vier bis sechs Grad kälter als an der Küste mit einigen sehr heißen Wochen, die manchmal bis 40 Grad erreichen können sowie recht starken Unterschieden bei den Tages- und Nachttemperaturen. So wie viele andere besondere italienische Rotweine wächst auch der Taurasi auf kühlen und nicht selten nebeligen Hügeln. Das Klima und die in 400 bis 700 Metern Höhe gelegenen Hügel im Nordosten von Avellino lassen die Rebsorten hier besonders gut reifen. Der besondere Boden hat einen starken Lehmanteil und vermischt sich mit hellem Tufstein und den Kalksteingebirgen des Subappenins und sorgt für einen prägnanten und kräftigen Geschmack. Das Anbaugebiet ist relativ klein, hügelig und zwischen Wäldern gelegen, die Produktion ist somit nicht ausreichend um auf dem weiten internationalen Weinmarkt einen Namen zu bekommen. Auf den stark aufgeteilten Feldern dieses Gebiets haben die kleinen Grundbesitzer ihren Lebensunterhalt lange mit dem Verkauf von Wein finanziert. Es ist nicht lange her, als der Wein noch unter großen Zelten, Starze genannt, angebaut wurden, die auf Kosten der Qualität eine große Menge Wein produzieren konnten. Aumnders als im Gebiet von Neapel, wo die Nachfrage nach Wein bereits im Dezember vorhanden war und im Laufe des Jahres wegen der dichten Bevölkerungsdichte konstant blieb, setzten die irpinischen Winzer auf gute Weinfässer und eine qualitative hochwertige Lagerung des Weines.

Die Geschichte des Aglianico und des Taurasi Docg

Es ist nicht sicher, woher der Name der Rebsorte Aglianico stammt, der sich sowohl auf die im Cilento gelegene antike Stadt Velia (Eleanico) oder sich auch generell auf den griechischen Ursprung Ellenico beziehen könnte. Geschichtliche letterarische Hinweise auf den Aglianico werden uns auch von dem römischen Dichter Horaz gegeben, der aus Venosa in der heutigen Basilikata stammte. Unter der Herrschaft der Aragonesen im 15. Jahrhundert und dem spanischen Brauch ein doppeltes l wie ein italienisches gli auszusprechen wandelt sich der Name von Elleanico in Aglianico. Im Jahr 1809 wird offiziell die Gemeinde Taurasi gegründet, die wie das ganze Königreich beider Sizilien 1860 an Italien gebunden wird. Im Jahr 1893 wird der Ort Taurasi mit einem Bahnhof ausgestattet, der daraufhin dem Wein diesen Namen geben wird, da von hier aus während der Reblausplage der 1920er Jahren große Mengen Wein nach Norditalien und Frankreich ausgeliefert wurden. Der vulkanische und hoch gelegene Boden in der Provinz von Avellino hat die Ausbreitung der Parasiten nämlich lange verhindern können. Während der Armut der Nachkriegszeit wurden in Irpinien oft Weinfelder mit dem Anbau anderer Früchte wie den beliebten lokalen Haselnüssen ersetzt. Als der Taurasi im Jahr 1993 als erster süditalienischer Wein die Docg Auszeichnung bekam, glaubten noch wenige an eine Entwicklung dieses Weines. Der Grund ist nicht schwer auszumachen, da der Süden Italiens nur als Produktionsorientiertes und nicht als Marktorientiertes Anbaugebiet gesehen wurde. Der Qualitätssprung und das steigende Interesse am Taurasi wurde durch die Aufwertung der wichtigsten Rebsorte Süditaliens erreicht: der Aglianico.

Die Rebsorte Aglianico, in Kampanien weit verbreitet
Die Rebsorte Aglianico

Der Aglianico ist ein launischer Wein: er reift spät, ist anfangs intensiv und rauh, ist kompliziert im Anbau und erlaubt keine leichte Vinifizierung, bei der die Tannine und die Säure Zeit brauchen um den Wein weich werden zu lassen. Zusammengefasst ist der Aglianico eine schwierige Rebsorte, die in Zeiten der Vereinfachung und Banalisierung der Weinherstellung ein schweres Leben hatte. Unverkennbar in seinem Geschmack nach Veilchen, Sauerkirschen, Waldbeeren und Waldfrüchten, kann der Aglianico in seiner Weinherstellung schnell entweder ein banales oder ein außerordentliches gutes Produkt werden.

Der Erfolg und die Docg Ursprungskennzeichnung auf europäischer Ebene

In den letzten Jahren ist die Anfrage nach Taurasi außerordentlich gestiegen und dieser Wein hat sich einen kleinen Platz zwischen den großen internazionationalen Weinen geschaffen, so daß die Winzer von 10 auf 80 herangewachsen sind. Bereits im Jahr 1993 wird dem Taurasi die Ursprungsbezeichnung Docg zugesprochen und bleibt bis zur Docg Bezeichnung der zwei weißen beruhmten Weine aus Irpinien in der Provinz von Avellino im Jahr 2003 praktisch 10 Jahre lang der einzige Wein aus Mittel-Süditalien mit der höchsten Auszeichnung Italiens mit europäischer Anerkennung. Die Ursprungskennzeichnung Docg erlaubt neben dem Mindestanteil von 85% Aglianicoreben auch 15% andere Rebsorten, die meisten Winzer produzieren aber einen Taurasi mit 100-prozentigem Aglianico-Anteil. Der Anteil dieses Weines an der gesamten Weinproduktion Italiens ist dabei stabil oder sogar sinkend, obwohl die Qualität des Taurasi in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht hat. Außerdem bringen immer mehr Winzer den Taurasi später auf den Markt, denn wenn ein Taurasi wirklich begeistern soll darf er selten unter 10 Jahre jung sein. Die Gründe seines neuen Erfolgs sind die selben, die vorher den Aufstieg dieser Rebsorte vermieden haben: eine späte Ernte und damit eine Verlängerung des Risikos der Winzer über etwa zwei Monate, die schwer in den Griff zu bekommenen und Zeit anfordende Tannine und die damit verbundene Vermischung mit anderen Weinen wie dem Piedirosso, die ohne die Erfahrung eines guten Winzers schwer aufzuwertende starke Frische, die nicht besonders große Produktionsmenge und der nicht homogene Reifungsprozeß dieser Traube geben diesem Wein eine besondere Komplexität.

Weitere Infos findet Ihr in meinem Blog zur Gastronomie in Kampanien

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Neapel und Kampanien in der Literatur

Ehrensvärd und der Kunstgeschmack in Neapel

Hier hat der Geschmack seine Grundlage in einer blinden, gesetzlosen Idee und keinen klaren Sinn. Sorglos blüht sie vor Freude ohne bei anderen Nationen vorherrschen zu wollen. Auf diese Weise stört dieser Geschmack auch niemanden. Sollten die Ornamente entfernt werden, verbleiben immer noch ausgewogene und gut verarbeitete Häuser ohne vorspringendem Gesims. Wichtige Werke erscheinen hier auch etwas wichtiges. Den Details wird verboten gegen das Werk zu wirken. Wenn man zu Recht auf den Geschmack ihrer Obelisken verzichtet, braucht man trotzdem nicht zornig sein: denn man kann eine Fülle von spassigen Kinder anlächeln.

Im neapolitanischen Charakter erkennt man eine Leichtigkeit; Trockenheit und Schwerfälligkeit werden vom Klima gehemmt. Die Leute spielen glücklich und frei mit den Künsten und da sie keine eigene beherrschen, erreichen sie etwas knalliges; doch wurde dieses nicht in schnörkeliges umgewandelt, sie haben nur schnörkeliges auf die Sache gesetzt. Eine verbesserte Version ihres Geschmacks wäre der einzige, der in Europa zu einem Ideal werden könnte.

Carl August Ehrensvärd, 1786 (aus dem italienischen von mir, Florian Lenk, übersetzt)

Der Palazzo dello Spagnuolo von Sanfelice aus dem 18. Jahrh.

Carl August Graf Ehrensvärd (geboren 1745 in Stockholm; gest. 1800 in Örebro) war ein schwedischer Zeichner, Architekt und Kunsttheoretiker. Im Jahr 1792 wird Ehrensvärd Generaladmiral der schwedischen Marine, tritt aber bereits 1794 von seinem Posten zurück um sich komplett dem Studium der Naturwissenschaften und der Kunst zu widmen. Die von 1780 bis 1782 unternommene Reise durch Italien hat dabei einen großen Einfluß auf sein Interesse für die Kunstgeschichte seit der Antike.

Ehrensvärd spricht über den Ausdruck des Kunstgeschmacks Neapels und verbindet ihn mit dem Charakter der Neapolitaner. Aus heutiger Sicht, mit einer langen Tradition negativer Medienberichte, Vorurteile und sozialen Problemen, ist es interessant zu sehen wie oft die Stadt Neapel noch zu Ende des 18. Jahrhunderts mit einer freudigen Atmosphäre in Verbindung gebracht wurde. Dabei ist auch heute noch, trotz der weiterhin hohen Arbeitslosigkeit, die Stadtatmosphäre weiterhin oft leicht und man kann die Worte Ehrensvärds weiterhin nachvollziehen: Neapel erscheint freudig und kompakt, doch schätzt die Bevölkerung sicherlich auch heute noch die Dekoration und den Schnörkel.

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Die Kastanie aus Montella Igp

Die Ursprungsbezeichnung Kastanie aus Montella “Castagna di Montella Igp” bezieht sich auf die Mischung aus einem 90%-igen Anteil Palummina und einen 10% -igen Anteil Verdole Kastanien aus dem geschützten Gebiet innerhalb der Provinz von Avellino in der Region Kampanien.

Die Besonderheiten der Kastanie aus Montella

Die Kastanie aus Montella gehört zu den besten Kastanienproduktionen ganz Italiens: die Gründe für diese besondere Qualität liegen in der Verbindung der besonderen Fruchtsorte, der Qualität der Böden, den passenden Klimaverhältnissen und der Erfahrung der lokalen Kastanienproduzenten. Die besonderen Merkmale der Kastanie aus Montella Igp sind eine mittlere bis mittelkleine Größe (75-90 Früchte pro Kg) und die runde Form der Frucht, die eine flache Unterschicht, eine gewölbte Basis und eine mittelmäßig haarige Schale kennzeichnet. Die Schale (Perikarp) ist dünn, intensiv braunfarbig und leicht zu entfernen. Der Samen hat ein weißes Fruchtfleisch, ist knusprig und hat einen angenehm süßlichen Geschmack. Die Kastanie aus Montella wird dank ihres beliebten Dufts, dem intensiven Geschmack und der langen Haltbarkeit sowohl frisch als auch mit oder ohne Schale getrocknet konsumiert.

Die Geschichte des Kastanienanbaus um Montella

Es gibt Hinweise das seit geraumer Zeit in diesem Gebiet Kastanien angebaut werden. Die aus Kleinasien stammende Frucht wird hier wahrscheinlich bereits seit dem 6. oder 5. Jahrhundert vor Christus angebaut. Die Langobarden werden als erste Bevölkerung im 6. Jahrhundert nach Christus wegen ihrer hohen Relevanz ein Schutzgesetz für den Anbau der Kastanie veröffentlichen. Im Mittelalter bekommt das Kastanienmehl wegen ihrer guten Konservierungsmöglichkeit eine wichtige strategische Bedeutung. Seit jener Zeit ist die Kastanie für die Ortschaft Montella eine wichtige Ressource geblieben. Im 19. Jahrhundert erreicht die Kastanie aus Montella durch die Auswanderung auch die Usa und Kanada und bis heute wird etwa die Hälfte der Produktion in diesen Kontinent ausgeliefert. Der Kastanienbaum ist heute ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des fruchtbaren Terminio-Cervialto Regionalparks in der Provinz von Avellino. Die Bedeutung des Kastanie bezog sich historisch nicht nur auf die Frucht, sondern auch auf die Verwendung des Holzes für Möbel, zur Verwendung als Baumaterial und als Ofenholz.

Die Verwendung in der Küche und die Umwandlung

Die Kastanie aus Montella hat einen hohen Anteil von Kohlenhydraten und relativ wenig Proteine. Sie werden gerne frisch vom Grill als auch von der Lebensmittelindustrie in Marron Glacès, Marmelladen oder Puree umgewandelt oder getrocknet und verpackt verkauft. Sie ist ideal in Begleitung von Fleisch oder Suppen, doch bleibt sie für die Herstellung von den verschiedensten Süßigkeiten am beliebtesten.

Die Castagna del Prete, Edelprodukt durch die Verarbeitung
Eine Weihnachtsdelikatesse: die Castagna del Prete

Eine besondere Variente der Kastanie aus Montella wird zur Weihnachtszeit verkauft: die im Ofen gebackene Castagna del Prete (die Kastanie des Priesters) wird mit in Schalen getrockneten, getoasteten und in Wasser aufgeweichten Kastanien zubereitet. Bei dieser Variante werden die Kastanien auf Holzplatten getrocknet, unter denen etwa zwei Wochen lang Kastanienholz verbrannt wird um sie dann in Umluftöfen zu toasten und im Wasser aufgeweicht um ihnen die Feuchtigkeit wieder zu geben, Sobald diese Kastanien geschält werden erscheint eine intensive braune Frucht, die einen charakteristischen an Karamellisierung erinnernden Geschmack hat.

Das Produktionsgebiet Irpinien

Das offizielle Produktionsgebiet der geschützten Kastanie aus Montella Igp konzentriert sich auf den Regionalpark Terminio-Cervialto in der Provinz von Avellino und umfasst die Ortschaften von Montella, Bagnoli Irpino, Cassano Irpino, Nusco, Volturara Irpina und Montemarano (contrada Bolifano) auf einer Höhe von 500 bis 1000 Metern über dem Meeresspiegel. Etwa die Hälfte der Produktion wird nach Amerika verschifft, ein Viertel wird innerhalb Europas und nur ein weiteres Viertel innerhalb Italiens vermarktet. Innerhalb Irpiniens ist auch der Anbau von Haselnüssen weit verbreitet.

Das Igp-Logo der Kastanie aus Montella
Die Ursprungsbezeichnung

Die Kastanie aus Montella war der erste und einzige Fall Italiens, in der im Jahr 1987 einer Frucht eine Doc-Bezeichnung anerkannt wurde, die schließlich im Jahr 1996 durch ein Igp ersetzt wurde. Die Anfrage der Ursprungsbezeichnung kam aus der Ortschaft Montella, während ein Schutzkonsortium leider noch nicht eingerichtet wurde. Die Ortschaft Calabritto hat auch eine offizielle Anfrage zum Schutz der Castagna del Prete eingereicht.

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Von Rankes Interesse an der Antike am Golf von Neapel

Wenn die Antike mein Lehrgebiet wäre, würde ich ein paar Jahre in Neapel verbringen, selbst wenn ich dazu gezwungen wäre das Leben eines Lazzarone zu führen. Nicht nur weil man sich hier das Ambiente der Antike in den kleinsten Details vorstellen kann, sondern auch weil es hier möglich ist sich jeden Tag hochwertige Kunstwerke anzuschauen; außerdem ist es dieser zwischen Rom und Griechenland gelegene Himmel selbst der jede geschichtliche Erklärung überflüssig macht, dieser Himmel reinster Natur läßt uns unmittelbar in eine der Jahrhunderte der Antike ähnlichen Atmosphäre eintauchen.

Leopold von Ranke, 1829 (aus dem italienischen von mir übersetzt)

Ein Symbol von Neapel: Der Flussgott Nil in der Altstadt

Franz Leopold Ranke, ab 1865 von Ranke (geb. 1795 in Wiehe, gest.1886 in Berlin), war einer der wichtigsten Historiker des deutschen 19. Jahrhunderts und ist einer der Gründerväter der modernen Geschichtswissenschaft, die noch bis bis zu den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts angewendet wurde. Seine Arbeitsweise war von einer großen Achtung der historischen Quellen und einem detailliertem Studium der Fakten sowie einer Kritik an der positivistischen und hegelianischen Visionen gezeichnet. Von Rankes Interesse an der Antike führt ihn auch an den an Ausgrabungen und Funden so reichen Golf von Neapel.

Von Ranke berichtet über einen besonders starken Bezug des Gebiets um Neapel zur Antike, sowohl in geographischer Sicht, zwischen Rom und Griechenland gelegen, mit den starken historischen Einflüssen der griechischen und römischen Kultur innerhalb der Region Kampanien in der Antike. Die angesprochenen hochwertigen Kunstwerke beziehen sich wohl auf die aus Rom erlangte Farnese-Kollektion des archäologischen Museums von Neapel als auch die Überreste und Fundstücke der Ausgrabungstätten des vesuvianischen Gebiets, die sich so gut erhalten haben und für einen Historiker sicherlich so relevant sind, das er sogar das Leben eines neapolitanischen Tagediebs empfehlen würde nur um dabei die feinen Antiquitäten besichtigen zu können.

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