Das jungfräuliche Olivenöl Terre Aurunche muß nach den Dop-Vorschriften aus mindestens 70% der Olivensorte Sessana bestehen. Der Name der Sessana-Olive entstammt dem Ursprungsgebiet Sessa Aurunca, während die restlichen 30% aus den weiteren lokalen Olivensorten Corniola, Itrana oder Tonacella zusammengesetzt werden.
Das Olivenöl Terre Aurunche Dop
Das Gebiet der Aurunchi ist seit der römischen Zeit für den Anbau von Oliven bekannt. Der vulkanische Boden aus verschiedenen Sänden und lockeren Bimssteinen ist reich an Mikroelementen und daher ideal für die Produktion von ausgezeichnetem Olivenöl. Die Ernte darf nach dem eigenen Dop-Disziplinar von Anfang Herbst bis zum 31. Dezember erfolgen, wobei die Oliven innerhalb von 48 Stunden nach der Ernte gepresst werden müssen. Das Olivenöl Terre Aurunche hat eine gelb-grüne Farbe und einen angenehmen Ausgleich der fruchtigen, bitteren und scharfen Geschmacksintensität. Typisch sind leichte Noten von Mandeln und der Artischocke. Dieses Olivenöl ist reich an Polyphenolen und gilt in der Kategorie der Olivenöle als hochwertige Olivensorte.
Einer der weniger als 20 Hersteller des Terre Aurunche Dop
Das Produktionsgebiet
Das Territorium des Olivenöl Terre Aurunche Dop befindet sich im Norden der Provinz von Caserta in der Region Kampanien an der Grenze zur Nachbarregion Latium. Die 17 Gemeinden Caianello, Carinola, Cellole, Conca della Campania, Falciano del Massico, Francolise, Galluccio, Marzano Appio, Mignano Monte Lungo, Mondragone, Rocca D’Evandro, Roccamonfina, San Pietro, Sessa Aurunca, Sparanise, Teano und Tora e Piccilli befinden sich alle um den erloschenen Vulkan von Roccamonfina, der auch für seinen Weine Roccamonfina, Galluccio und Falerno del Massico sowie die Gaeta-Oliven bekannt ist. Die Anbaugebiet für das jungfräuliche Olivenöl Terre Aurunche DOP wird auf etwa 6000 Hektar und die Produktion auf durchschnittlich 1,8 Milionen Liter jährlich geschätzt.
Das Logo der Dop-Auszeichnung
Die Herkunftsauszeichnung Dop
Das Olivenöl Terra Aurunche ist seit 2014 mit einer europäischen Dop-Auszeichnung geschützt, etwa neun Jahre nach dem Antrag im Jahr 2005. Die Dop Auszeichnung ist ein wertvoller Schutz für ein besonderes Olivenöl, das durch ein Logo gekennzeichnet wird und von einem eigens gegründetem Kontrollorganismus mit Sitz in Riardo überprüft wird.
Das Produktionsareal des Galluccio Doc Weines beinhaltet 5 Gemeinden in einem der historisch traditionellen Weinanbaugebieten Italiens: das Gebiet um dem erloschenen Vulkan von Roccamonfina mit seinen Hügeln und sehr fruchtbaren Böden, die ideal für den Weinanbau sind.
Das Anbaugebiet des Doc-Weines
Die Herkunftsbezeichnung Galluccio Doc wurde bereits im Jahr 1997 anerkannt und umfasst die 5 in der Provinz von Caserta im Norden Kampaniens liegenden Gemeinden Galluccio, Mignano Monte Lungo, Rocca d’Evandro, Conca della Campania und Tora e Piccilli. Die Herkunftsbezeichnung dieses Doc-Weines ist sehr rigide bei der Auswahl der Produktionsmenge pro Hektar und den akzeptierten Rebsorten, die alle zu den historischen Weinen der Region Kampanien gehören.
Der Ort und das Gebiet um Galluccio im Norden Kampaniens
Der Rotwein
Der Galluccio Doc Rosso Rotwein hat eine rubinrote farbe, die mit der Reifung ins granatrot tendiert. Das Bukett ist angenehm delikat und erinnert an rote Früchte und Waldfrüchte. Der Geschmack frisch aber strukturiert, trocken mit tiefen Aromen, einer lebhaften Säure und einer intensiven tanninhaltigen Note mit einer gewissen Würze. Er muß aus mindestens aus 70% der gerne in den Regionen Kampanien und Basilikata angebauten Aglianicoreben bestehen und hat einen Mindestalkoholgehalt von 11,5%. Er passt hervorragend zu Weichkäsesoufflè, Kaninchen, deftigen Fleisch-Gemüsesuppen oder einem Caciotta-Käse, aber auch zu deftigen Speisen wie gegrilltem Fleisch, Lamm oder Wild. Der rote Galluccio darf auch als Riserva verkauft werden, wenn er einen Mindestalkoholgehalt von 12% hat und vorher mindestens 1 Jahr in Barriques sowie ein weiteres Jahr gereift hat.
Die rote Variante des Galluccio
Der Weisswein
Der Galluccio Doc Bianco Weißwein hat eine mehr oder weniger intensive strohgelbe Farbe und ein eigenes delikates, fruchtiges Bukett und einen frischen, trockenen, ausgeglichenen Geschmack. Er muß zu mindestens aus 70% Falanghina bestehen und hat einen Mindestalkoholgehalt von 11%. Er passt ideal zu italienischen Antipasti, edlem Fisch, Krustentieren, Risotto mit Meeresfrüchten oder auch Scampis.
Der Rosèwein
Der Galluccio Doc Rosato Rosèwein ist mehr oder weniger rosafarben und delikat fruchtig. Sein Geschmack ist trocken, ausgeglichen und frisch. Er muß aus mindestens 70% Aglianicoreben bestehen und hat einen Mindestalkoholgehalt von 11%. Er passt hervorragend zu Risotto, Kürbis, Zwiebelsuppe, Kartoffelaufläufen oder Speisen mit Kapern.
Die Weine mit der Herkunftsbezeichnung Roccamonfina Igt dürfen die Zusatzbezeichnung der Rebsorten Aglianico, Coda di Volpe, Falanghina, Fiano, Greco, Piedirosso, Primitivo und Sciascinoso tragen. Der Wein muß aus mindestens 85% dieser Rebsorten aus dem Anbaugebiet der Roccamonfina Igt und zu maximal 15% aus anderen Rebsorten der Provinz von Caserta stammen. Der Roccamonfina Igt Falanghina darf auch in den Varianten frizzante (sprudelig) und zusammen mit dem Aglianico als Dessertwein passito verkauft werden.
Die Geschichte
Der Anbau der Rebe und die Umwandlung in Wein ist seit jeher eine der wichtigsten Überlebensquellen dieser Gegend. Das Gebiet um Galluccio galt noch zu Beginn des letzten Jahrhunderts als eines der am weitesten bebauten Weingebiete Italiens. Archäologische Funde entlang des Flusses Garigliano bei Rocca d’Evandro weisen außerdem auf einen Handelshafen für den Export von Wein von hier in weite Teile des römischen Imperiums nach der Romanisierung der Region Kampanien hin. Nicht zu vergessen ist auch die glorreiche Geschichte des Ager Falernus (nachdem der auch der heutige Falerno bezeichnet wurde), der in Rom bekannt für seine ausgezeichneten Weine und Olivenöle war. Ab den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts werden erste Massenproduktionen von Wein ohne großes Interesse an der Qualität des Endprodukts in der Gegend um Roccamonfina eingerichtet, während man heute eher zu einer hochwertigen und weniger produktiven Weinumwandlung tendiert.
Die Gemeinden innerhalb der Herkunftsbezeichnung
Das Anbaugebiet der Weine Roccamonfina Igt beinhaltet die hügeligen Gebiete der alle in der Provinz von Caserta liegenden Gemeinden von Caianello, Carinola, Cellole, Conca della Campania, Galluccio, Francolise, Calvi Risorta, Rocchetta e Croce, Riardo, Pietramelara, Roccaromana, Pietravairano, Vairano Patenora, Presenzano, Tora e Piccilli, Marzano Appio, Mignano Montelungo, San Pietro Infine, Rocca d’Evandro, Sessa Aurunca, Falciano del Massico, Mondragone, Sparanise, Roccamonfina und Teano.
Das Anbaugebiet um den erloschenen Vulkan Roccamonfina
Der Anbaugebiet der Herkunftsbezeichnung Roccamonfina Igt beinhaltet einen weiten Teil des nordwestlichen Gebiets der Provinz von Caserta in der Region Kampanien und hat ihren Mittelpunkt im erloschenen Vulkan von Roccamonfina. Ein Großteil des Anbaugebiet läuft entlang der Hügel dieses Vulkans, während geringere Flächen auch eine autochtonen Ursprung haben. Die ältesten Hügel sind die aus dolomitischem Kalkstein geformten Hügel des südlichen Appenins des Monte Massico und des Monte Cesima, in den sich auch eine große Anzahl von verschieden Fossilien befinden. Der größte natürliche Einfluß kommt allerdings vom erloschenen Vulkan Roccamonfina, der eine große Varietät von Charakteristiken aufweist. Der Roccamonfina ist mit seinen 450 Quadratkilometern der viertgrößte vulkanische Komplex Italiens und nach dem Etna, dem Vulture, dem Vesuv und dem Monte Amiata der fünfthöchste. Im Zeitraum seiner Aktivität hat der Roccamonfina eine große Anzahl pyroklastischer Materialien ausgespuckt und für eine besondere Fruchtbarkeit des Bodens gesorgt. Das Wetter ist über das ganze Jahr über recht mild, wobei die Nord/Nordostseite im Winter nicht selten von kalten Winden und Schneefall auf den höchsten Spitzen betroffen wird. Die Anzahl der Sonnentage ist recht hoch.
Das Anbaugebiet im Norden Kampaniens
Die südwestliche Seite
Die Böden dieses Gebiets sind dabei sehr heterogen, da die Auswurfsmaterialien und auch die Höhe dieses Gebiets sehr schnell variieren kann. Die Süd-Westseite des Roccamonfina um Sessa Aurunca und Cellole sind tief, siliciumhaltig locker, mit viel Khalium, wenig assimilierbarem Phosphor und wenig Humus. Je tiefer die Hügel werden, um so tiefer und humushaltiger werden die Böden. Dieses Gebiet ist ideal für den Weinanbau, auch wenn es manchmal lange Trockenphasen im Frühling und Sommer geben kann.
Die nordwestliche Seite
Der Bereich von Sessa Aurunca in Richtung Galluccio und Rocca d’Evandro wurde von Lavaflüssen betroffen, die Böden sind nicht sehr tief und bestehen aus größeren pyroklastischen Materialien. Auch vulkanischen Bomben sind nicht selten vorzufinden und die Böden sind sehr fruchtbar, haben eine stark sickernde Wirkung und viele mineralische Substanzen sowie ausreichend Humus und sind somit ideal für den Weinanbau.
Die nördliche Seite
In dem hügeligen und pyroklastischen Anbaugebiet um San Pietro Infine, Mignano Monte Lungo, Conca della Campania, Presenzano, Tora e Piccilli und Marzano Appio wechseln sich lockere, untiefe, fruchtbare, sandige Böden mit den am Fuß des Vulkans liegenden lockeren, tonhaltigen, untiefen, fruchtbaren und humushaltigen Schwemmböden und untiefe autochtone kalk-und tonhaltige Böden ab.
Die östliche Seite
Die Ostseite des Roccamonfina und den Gemeinden Vairano Patenora, Roccamonfina, Teano, Sparanise, Roccaromana, Calvi Risorta, Roccheta e Croce, Riardo, Pietramelara, Pietravairano, Francolise, Caianello hat eine starke heterogenität bei den Böden, wobei auch hier viele pyroklastische Auswurfsmaterialien vorzufinden sind und der Humusgehalt meist recht hoch ist. Dieses Anbaugebiet ist generell sehr fruchtbar und ein erheblicher Teil eignet sich auch für den Weinanbau.
Die südostliche Seite
Die Böden von Carinola, Falciano del Massico und Mondragone haben im hügeligen und im tiefen Bereich die typische kalkhaltige Struktur des Monte Massico, während die höheren Bereiche aus den pyroklatischen Materialien des Roccamonfina und die Küstenebene ganz im Süden aus Schwemmböden bestehen. Der mittlere Bereich ähnelt somit stark den Böden der südwestlichen Seite von Sessa Aurunca und praktisch ideal für jeden Art von Anbau. Die für die domizianische Küste typischen sandigen oder tonhaltigen Schwemmböden der Ebene haben hier eine Mischung aus kalkhaltigen und vulkanischem Materialien, sind ziemlich tief und haben ein diskretes Säureverbindungsvermögen.
Der Roccamonfina Rotwein in einer Version von Telaro schmeckte ausgezeichnet
Der Geschmack der Roccamonfina Igp Weine
Die Weine variieren auch erheblich je nach den beschriebenen charakteristischen Böden und den unterschiedlichen klimatischen Bedingungen des Gebiets um den erloschenen Vulkan Roccamonfina. Während das Bukett und der Geschmack je nach Gebiet sehr unterschiedlich sein kann, ist eine für mit pyroklatischen Böden typische mehr oder weniger intensive Fumè-Note recht klar zu erkennen. Ein weiteres Geschmacksmerkmal ist die leichte bittere Note, die durch die Mineralien dieses Bodens im Wein fast immer zum Ausdruck kommt. Die Igt Roccamonfina Bianco Weißweine haben meist eine strohgelbe Farbe und ein für das Anbaugebiet typisches floreales Bukett. Der Geschmack tendiert in Richtung trocken, frisch und angenehm. Die Igt Roccamonfina Rosso Rotweine sind üblicherweie rubinrot, das Bukett ist angenehm frisch und traubig, während der Geschmack ausgeglichen, leicht tanninhaltig und trocken ist. Die Igt Roccamonfina Rosato Rosèweine haben eine mehr oder wenig intensive Kirschfarbe, das Bukett ist fruchtig und floreal, während der Geschmack angenehm frisch und geschmacksintensiv ist. Die Igt Roccamonfina passito Dessertweine haben eine dunkelrote oder goldgelbe Farbe und tendieren zu einem intensiven und anhaltendem Bukett. Der Geschmack ist warm, direkt und anhaltend.
Der Casavecchia di Pontelatone stammt aus der Provinz von Caserta in der Region Kampanien und ist erst seit 2011 mit der Herkunftsbezeichnung Doc geschützt. Ein charakterstarker Wein, der gerne eine lange Reifung beansprucht und bei dem somit ältere Jahrgänge zu bevorzugen sind.
Die Geschichte
Der Ursprung der Rebsorte Casavecchia scheint sehr antik sein, da sie wohl mit dem von Plinius dem Älteren zitierten Wein Trebulanum aus der Siedlung Trebula Balliensis (dem heutigen Treglia bei Pontelatone) übereinstimmt. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts haben wir keine weiteren Notizen über diese besondere Rebsorte: der Bauer Prisco Scirocco aus Pontelatone findet in einem alten Bauernhaus eine gesunde Rebpflanze während einer großen Schlauchpilz-Epidemie und fängt an diese mit dem Namen Casa Vecchia (altes Haus) anzupflanzen. Die Rebsorte beginnt sich daraufhin auch in den nahegelegenen Orten zu verbreiten.
Die Rebsorte Casavecchia
Der Casavecchia di Pontelatone hat dunkelrote, fast schwarze Trauben. Nach ausführlichen Prüfungen dieser Rebsorte erhält dieser Wein erst im Jahr 2011 die Doc Herkunftsbezeichnung „Casaveccchia di Pontelatone”. Der Casavecchia di Pontelatone muß mindestens zu 85% aus der Rebsorte Casavecchia bestehen und darf zu 15% aus anderen Rebsorten bestehen, die von der Region Kampanien autorisiert wurden.
Die dunkelrote Traube des Casavecchia
Das Anbaugebiet
Der Casavecchia di Pontelatone Doc wird in den Gemeinden Formicola, Liberi, Caiazzo, Castel Campagnano, Castel di Sasso, Piana di Monte Verna, Pontelatone und Ruviano angebaut werden, da diese Rebsorte sich schwer an andere Böden anpassen kann und somit einen starke Verbindung mit dem Territorium hat. Der Wein darf in den Varianten Rosso und Riserva angeboten werden. Der Rosso muß mindestens 2 Jahre alt sein und 12 Monate in Barrique gelagert werden. Der Riserva muß mindestens 3 Jahre alt sein und muß dabei 18 Monate lang in Barrique gelagert werden.
Das Anbaugebiet bei Pontelatone
Der Geschmack
Die Besonderheiten des Casavecchia di Pontelatone sind: eine rubinrote Farbe, die mit der Reifung ins dunkelrot tendiert und ein intensives und anhaltendes Bukett, das an Jujube, rote Waldfrüchte und milde Gewürze erinnert. Der Geschmack breitet sich erst langsam auf der Zunge aus, ist mittelmäßig tanninhaltig und schmeckt nach Johannisbeere, Blaubeere, Himbeere, Pflaume, Kirsche, Gras, Gewürzen, weißer Rose und Veilchen. Sein Nachgeschmack ist lang und erinnert an Mandeln, Schokolade, Kaffee und schwarzem Pfeffer.
Der Casavecchia in der Küche
Der Wein passt gut zu geschmacksreichen und komplexen Gerichten wie Pasta mit Wildschweinragout oder anderen deftigen Sossen, gegrilltes oder gegartes Fleisch, Ziegen- oder Lammfleisch aus dem Ofen, Büffelfleisch und reife Käsesorten. Er sollte bei einer Temperatur von 18°C serviert werden.
Die Entwicklung
In den letzten Jahren haben einige lokale Winzer auf diese Traube gesetzt und produzieren interessante Varianten des Casavecchia di Pontelatone Doc. Neugierige Gourmets werden diesen Wein sicherlich gerne annehmen. Die ersten Jahrgänge haben bereits einen diskreten Erfolg, auch wenn der Casavecchia di Pontelatone offiziell als Wein gilt, der einen zumindest mittellangen Reifungsprozeß beansprucht. Die Produktion ist bisher noch relativ klein und wird besonders lokal verkauft sowie in die Schweiz und nach Großbritannien ausgeliefert.
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