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Gastronomie in Kampanien

Die Bohne aus Controne im Cilento

Die Bohne aus Controne ist ein besonderes Produkt aus der Provinz von Salerno. Controne befindet sich innerhalb des Nationalpark des Cilento und des Diano-Tals in der Region Kampanien, einem Gebiet, das den Anbau von einigen traditionellen und hochwertigen Produkte beibehalten hat.

Das Anbaugebiet

Der Ort Controne liegt charmant an den Hängen des Alburni-Gebirges im Cilento und ist von Feldern und Olivenhainen umgeben. Es ist ein Gebiet des Bohnen- und Olivenanbaus. Der nicht besonders tiefe und steinige Boden sorgt für ständig frische und fruchtbare Erde, die reich an Karbonaten ist. Dieses Gebiet ist reich an Kaolinhaltigem Wasser und frischen Quellen, die der lokalen Bohne besondere Charakteristiken gibt.

Die Merkmale der Bohne

Die Bohnesorte, die sich in den letzten Jahrhunderten in diesem Gebiet durchgesetzt hat, ist eine weiße Bohne, die sehr weiße fleckenlose Samen hat und rundlich, leicht eiförmig ist. Es ist eine spätreifende Bohne, die erst Anfang/Mitte Juli ausgesät wird und erst im November geerntet wird. Nach der Ernte findet in Controne jedes Jahr das Bohnenfest mit lokalen Spezialitäten statt, unter anderem dem Olivenöl dieses Gebiets aus den Olivensorten Rotondella und Carpellese. Die Qualität dieser Bohne ist auch außerhalb des Cilentos bekannt, da sie eine dünne Schale hat, beim Kochen kaum zerbricht und eine kürzere Kochzeit braucht als die meisten anderen Bohnensorten. Die Bohne aus Controne ist in der italienischen Slow Food Liste aufgenommen worden und gilt als eine der italienischen Spezialitäten, die geschützt werden wollen.

Ein Rezept der Tradition des Cilento
Die Bohne aus Controne in der Küche

Die Bohne aus Controne wird traditionell meist mit Olivenöl und anderen Gewürzen garniert auf einer Fresella (getrocknetes Brot, das kurz im Wasser aufgewicht wird), zusammen mit der lokalen Hartweizenpasta aus Gragnano, die für den Cilento typischen frischen Nudeln Lagane oder in der neapolitanischen Variante zusammen mit Indivia als Suppe gegessen. Die Bohne aus Controne reichert allerdings auch viele typischen herbstlichen und winterlichen Suppen sowie im Sommer eine Variante mit Miesmuscheln an und wird wegen ihrer hochwertigen Qualität aus von renommierten Köchen und Restaurants verwendet.

Weitere Infos findet Ihr in meinem Blog zur Gastronomie in Kampanien

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Die Bohne aus Villaricca

Eine lokal sehr bekannte Spezialität ist die Bohne aus Villaricca “Fagiolo di Villaricca”, die auch “tondini” oder “quarantini” genannt werden. Ihr Anbau ist in den kleinen Familienbetrieben der Gegend um Giugliano im Nord-Westen von Neapel weit verbreitet und wird meist nach biologischen Kiterien durchgeführt.

Besonderheiten der Bohne

Gekennzeichnet ist die Bohne aus Villaricca durch ihre runde Form, ihre schneeweiße Farbe und ihre besonders kleine Größe. Sie sind sehr gut verdaulich und leicht zuzubereiten. Ihr Geschmack ist sehr intensiv und erinnert an die bekannte Bohnenart fagiolo spollichino, die eigentlich zur Familie der “Borlotti” gehört und deshalb nicht so typisch ist.

Die Ernte

Die Hülsen werden noch unreif geerntet und in der Tenne zum Nachreifen ausgelegt, bis sie von der Sonne ganz getrocknet sind und so die Hülsenfrüchte ganz leicht aus den Schalen gelöst werden können, und zwar einfach indem man mit einem Stock darauf schlägt.

Pasta e Fagioli – Nudeln mit der Villaricca Bohne

Gebrauch in der neapolitanischen Küche

Noch heute bildet die Bohne aus Villaricca eine Alternative zu den bekannten spollichini und ist die typische Grundzutat für die berühmte neapolitanische Bohnensuppe pasta e fagioli, wobei die verwendete Nudelart unbedingt die ammiscata der Pasta aus Gragnano sein sollte, also einer Mischung aus verschiedenen Nudelarten, von denen einige schneller weich werden und andere hingegen recht bissfest bleiben. Außerdem braucht man diese Bohnen auch für die fagioli e scarola oder die zuppa alla maruzzara, ein ganz typisches Produkt aus der mediterranen Küche. Zubereitet wird es mit Olivenöl, Sellerie, Oregano, Petersilie, Knoblauch, Basilikum, scharfen Paprikaschoten und einigen Tomaten.

Antike Traditionen

Nach einem alten Rezept aus dem 16. Jahrhundert ließ man die Bohnen aus Villaricca zusammen mit getrockneten Kastanien kochen und gab danach Mela Annurca-Äpfel und scharfe Gewürze dazu. Die so erhaltene teigige Mischung verwendete man zum Füllen von Torten und Nudeln. Auch heute noch findet man die Verbindung von Nudeln, Bohnen und Kastanien in der traditionellen ländlichen Gastronomie der Gegend, die besonders deftig und herzhaft ist.

Weitere Infos findet Ihr in meinem Blog zur Gastronomie in Kampanien