Zitate über Neapel und die Region

Besondere Kommentare, Texte und Schriften über Neapel und die Region

Plinius der Ältere und die Campania Felix als bevorzugtes Werk der Natur

Diese Region ist so lieblich, so erheiternd, so glücklich, das man ohne Zweifel das bevorzugte Werk der Natur erkennen kann. Denn so eine lebendige Luft, die beständige Milde des Himmels, das fruchtbare Ackerland, die sonnenbeschienenen Hügel, die sicheren Wälder, die schattigen Ruheorte, die obstreichen Bäume, die in den Wolken verlorenen Berge, die geernteten Felder, eine große Anzahl von Weinreben und …

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Fanny Mendelssohn und die Flucht aus einem zu lauten Neapel

“Im Endeffekt werde ich aus Neapel wie ein schönes Entchen fortfliegen. Ich bin froh wenn ich unseren angenehm frischen und leisen Balkon nicht verlassen muß; die Stadt ist höllisch; man könnte glauben, das die Wirkung des Vesuvs bis hierher zu spuren ist; so schön die Stadt auch sein mag, würde ich niemals in ihr Leben wollen.” Fanny Mendelssohn, 1840 – …

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Walter Benjamin über die schlechte Berichterstattung im lauten und lebendigen Neapel

…wenn ein Fundus von Erlebtem und Wissen die Bedingung aller Reisebeschreibungen ist, wo fände sie in Europa einen Gegenstand wie Neapel, das allstündlich den Reisenden so gut wie den Einheimischen zu Zeugen macht, wie uralter Aberglaube und allerneuster Schwindel sich zu zweckmäßigen Prozeduren vereinen, deren Nutzniesser oder Opfer er ist. Wie unvergleichlich durchdringen sie sich in den Festen, die diese …

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Goethe über die Vorurteile und die vielen Müßiggänger in Neapel

Der gute und brauchbare Volkmann nötigt mich, von Zeit zu Zeit von seiner Meinung abzugehen. Er spricht z.B., daß dreißig- bis vierzigtausend Müßiggänger in Neapel zu finden wären, und wer spricht’s ihm nicht nach! Ich vermutete zwar sehr bald nach einiger erlangter Kenntnis des südlichen Zustandes, daß dies wohl eine nordische Ansicht sein möchte, wo man jeden für einen Müßiggänger …

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Ramon Gomez de la Serna, das Neapel zwischen Ewigkeit und Tod

In diesem gleichmütigen Leben ohne Morgen, das der kleinen Zeit keinerlei Wichtigkeit beimisst, lag – welche Lappalie für klägliche Blicke – das Besondere dieses in Spinnweben gehüllten Neapel, das keine Grenzen kennt. Die große Seele der Stadt wanderte von einer fernliegenden Zeit der Vergangenheit nach einer anderen, fern in der Zukunft liegenden; alles Kurzbemessene erschien ihr banal und erbärmlich. Es …

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