Zitate über Neapel und die Region

Besondere Kommentare, Texte und Schriften über Neapel und die Region

Paul de Musset über die Wichtigkeit der Sympathie in Neapel

Drei Wörter hören wir in Italien auf häufigsten, nämlich simpatico (sympathisch), seccatore (Störenfried), jettatore (Pechbringer), wobei sie in diesem Land einen besonderen Sinn haben. Man nennt eine Person sympathisch, wo wir sie als höflich bezeichnen würden; aber es ist nicht das gleiche. Höflichkeit erkennt man erst nachdem man Bekanntschaft gemacht hat, während man sich auf dem ersten Blick sympathisch ist, …

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Ehrensvärd und der Kunstgeschmack in Neapel

Hier hat der Geschmack seine Grundlage in einer blinden, gesetzlosen Idee und keinen klaren Sinn. Sorglos blüht sie vor Freude ohne bei anderen Nationen vorherrschen zu wollen. Auf diese Weise stört dieser Geschmack auch niemanden. Sollten die Ornamente entfernt werden, verbleiben immer noch ausgewogene und gut verarbeitete Häuser ohne vorspringendem Gesims. Wichtige Werke erscheinen hier auch etwas wichtiges. Den Details …

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Von Rankes Interesse an der Antike am Golf von Neapel

Wenn die Antike mein Lehrgebiet wäre, würde ich ein paar Jahre in Neapel verbringen, selbst wenn ich dazu gezwungen wäre das Leben eines Lazzarone zu führen. Nicht nur weil man sich hier das Ambiente der Antike in den kleinsten Details vorstellen kann, sondern auch weil es hier möglich ist sich jeden Tag hochwertige Kunstwerke anzuschauen; außerdem ist es dieser zwischen …

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Baratynski und das unbekümmerte Leben in Neapel

Innerhalb von drei Tagen, wie von Flügeln getrieben, sind wir vom sozial schwierigen Leben Europas in das belustigende treibende Leben von Neapel gewechselt, ein Leben das mir passt, da wir spazieren gehen, Bäder nehmen, an nichts denken, zumindest bleiben wir nicht lange an einem Gedankengang hängen, was übrigens auch nicht zu so einem Klima passen würde. Jewgeni Abramowitsch Baratynski, 1844 …

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Charles Dupaty und die fehlende Rationalität der Neapolitaner

Da sie ihre eigenes Empfinden nicht durch Gedankengänge anregen können, erwarten die Neapolitaner von allen Objekten Empfindungen. Man muß sie auf jeden Fall fühlen lassen, so wie man Kinder zum Gehen bringt. Charles Dupaty, 1785 (aus dem italienischen von mir, Florian Lenk, übersetzt) Charles Dupaty (geb. 1746 in La Rochelle, gest. 1788 in Paris) war Staatsanwalt und President à mortier …

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