Wo in Neapel übernachten? Ein Überblick der Stadtviertel von Neapel

Die Stadtviertel von Neapel - ein Ratgeber um das passende Viertel für Ihren Aufenthalt in der Stadt am vesuvianischen Golf zu finden. Aktualisiert Februar 2019

Die Stadt Neapel hat sich in den letzten Jahren stark verändert und zieht immer mehr Besucher an. In einer von Ferienwohungen, B&B oder auch Zimmervermietungen geprägten Zeit, ist es manchmal nicht leicht einen Überblick über die Unterschiede innerhalb einer Grossstadt zu finden, gerade in einer so heterogenen Stadt wie Neapel. Seit Jahrhunderten wird die Gegend am Golf von Neapel von berühmten deutschen und internationalen Personen besucht und oft sehr widersprüchlich, von manchen als Paradies, von anderen sehr abwertend beschrieben. Meine Kategorie der Zitate über Neapel und die Region Kampanien auf meinem Blog zeigt das der Gesamteindruck der Besucher oft sehr unterschiedlich sein kann. Heute hat sich der Tourismus sehr verändert und ein breiteres Spektrum von Besuchern reisen durch die Städte um eigenen oder neuen Interessen zu folgen. Die Ratschläge über die Stadtviertel von Neapel sind bewusst nach Geographie und Charakter der Viertel sortiert, wollen aber keine eindeutige oder eingrenzende Urteile geben, auch weil mein Empfinden der Viertel subjektiv ist.  Aus meiner Erfahrung als regionaler Guide habe ich erfahren können, das die Interessen und Vorzüge oft sehr unterschiedlich sein können. So habe ich versucht mich bei der Beschreibung der Viertel auf die Besonderheiten und Atmosphären und ihre Anbindungen an das öffentliche Verkehrsnetz zu konzentrieren, dabei die Busverbindungen aber kaum berücksichtigt: hier gibt es leider noch keine festen und vertraulichen Fahrpläne. Zur Orientierungshile koennen sie auch die Stadtkarte von Neapel downloaden oder Ausdrucken.

 

Die historischen Viertel

Die Stadtviertel von Neapel: die Altstadt – Centro storico

Die Piazza Bellini

Das Centro storico von Neapel bietet die höchste Konzentration an historischen Monumenten und Kulturgütern und ist damit für die Kultur- und Kunstinteressierten ein idealer Ausgangspunkt. Durch die starke Konzentration an Universitäten wird die Altstadt tagsüber und abends von Studenten und mittlerweile von vielen Turisten besucht, so das neue B&Bs und Hotels eröffnet wurden. Für viele Neapolitaner gilt das Centro storico weiterhin als Seele und Zentrum der Stadt: zum Glück sind weiterhin viele familiäre und traditionelle Aktivitäten erhalten geblieben. Von morgens bis spät abends ist dieser Teil bis auf die beiden Sommermonate recht lebendig und konzentriert ein buntes Nightlife um die Piazza Bellini, Via Bellini, Piazza San Domenico und Largo San Giovanni. Die beiden unteren Hauptstrassen der Altstadt, die sogenannte Spaccanapoli und die Via Tribunali, sind beide grösstenteils Fussgängerzonen. Der obere Teil der Altstadt um die Via Anticaglia und der ab der Via Duomo zum Bahnhof tendierende Teil sind praktisch Grenzen zu den Teilen der Altstadt, die noch keine Fussgängerzonen geworden sind und chaotischer geblieben sind.

Anbindungen: Metro-Linie 1 Haltestellen Dante und Museo; Metro-Linie 2 Cavour

 

Die Stadtviertel von Neapel: Sanità – Materdei

Der Palazzo dello Spagnuolo von Sanfelice aus dem 18. Jahrh.

Das charakteristische Viertel Sanità ist sicher eines der neapolitanischten Viertel. Obwohl die Sanità durch ihre Lage innerhalb eines Tals zwischen des Tufsteinwänden vom Rest der Stadt fast isoliert wirkt, wurde es vom Bürgermeister de Magistris Anfang 2019 als Zentrum von Neapel benannt. Lange als verrufenes und problematisches Viertel bekannt, erlebt die Sanità in den letzten Jahren ein überraschendes kulturelles Erwecken. Die lebendige Hauptstrasse Via Sanità führt am barocken Marktplatz Vergini, einigen historischen Palästen wie dem Palazzo Spagnuolo und Palazzo Sanfelice bis zur Hauptplatz des Viertels, die Piazza der Basilika der Santa Maria della Sanità. Die Sanità ist ebenfalls Geburtsort des beliebtesten Komikers Italiens des 20. Jahrhunderts Antonio de Curtis (Totò), wird aber besonders wegen den beeindruckenden Katakomben des San Gennaro und San Gaudioso (unter der Basilika) besucht. Das zentrale archäologische Museums und der Stadtpark von Capodimonte sind leicht zu erreichen. Das Gebiet Materdei liegt ruhiger und ebenfalls sehr zentral, ist aber deutlich weniger charakteristisch als die Sanità. Eine fast dörfliche Atmosphäre bietet der hintere Bereich des Tals um den Kult-Friedhof Fontanelle.

Anbindungen: Metro-Linie 2 Haltestelle Cavour; Metro-Linie 1 Haltestellen Museo, Materdei und Salvator Rosa

Die Stadtviertel von Neapel: Die spanischen Viertel – Quartieri Spagnoli

Aufgehängte Wäsche, hohe Palazzi, prächtige Kirchen und enge Gassen im historischen Teil Neapels

Die steilen spanischen Viertel mit ihren hohen Häusern in Verbindung mit recht engen Strassen gelten als eines der charakteristischen Viertel Neapels. Bis vor wenigen Jahren noch von vielen Reiseführern abgeraten, haben sie sich wegen der zentralen Lage, den vielen kleinen Geschäften und neu eröffneten Bars und Trattorie zu einem recht lebendigen und beliebten Viertel gemausert. Besonders der tiefere und zur Via Toledo tendierende Bereich ist reich an Aktivitäten, während der höher gelegene zum Corso Vittorio Emanuele tendierende Bereich wegen dem steilen Aufstieg noch einen Eindruck über die spanischen Viertel gewären kann, wie sie noch bis vor wenigen Jahren waren. Die spanischen Viertel haben ein durchschnittlich guten Preis-Leistungsverhältnis bei den Übernachtungen und der Gastronomie. Dieses Viertel ist besonders für Liebhaber der folkloristischen Atmosphäre interessant, die eine zentrale Lage suchen und direkt in die Stadt einsteigen möchten.

Anbindungen: Metro-Linie 1 Haltestellen Toledo und Municipio

Die Stadtviertel von Neapel: Montesanto – Salvator Rosa

Das Viertel Montesanto wird durch die Atmosphäre von einem der wichtigsten zentralen offenen Lebensmittelmärkte beeinflusst, der sogenannten Pignasecca. Neben Marktständen, Bars, Pizzerien und Spezialitätenläden brummt dieses Viertel tagsüber vor Leuten, während nach Geschäftsschluss die Ruhe einkehrt. Montesanto ist wegen der Linie 2 und der Circumflegrea auch eines der Tore in Richtung Pozzuoli und dem Gebiet der phlegräischen Felder. Über Montesanto, nicht selten panoramisch gelegen, liegt die eher ruhige Gegend um Salvator Rosa unweit vom Vomero. Das Stadtviertel Montesanto liegt zentral und ist zum übernachten für die Liebhaber der kulinarischen Aspekte der Stadt Neapel ideal.

Anbindungen: Metro-Linie 2 Haltestelle Montesanto; Linie 1 Haltestellen Toledo und Salvator Rosa; Circumflegrea/Cumana-Station Montesanto, Funicolare Montesanto

Stadtviertel von Neapel: Capodimonte

Der Stadtpark von Capodimonte

Das hügelige Gebiet um die grüne Lunge der Stadt, dem Stadtpark Capodimonte mit seiner Bildergallerie im ehemaligen Königsschloss, ist ein ruhiges Wohnviertel unweit des Zentrums. Capodimonte kann zwar nur mit dem Bus erreicht werden, doch nutzen auch Neapolitaner aus den anderen Vierteln den grossen, grünen Stadtpark zum spazieren oder für sportliche Aktivitäten. Die Bildergallerie von Capodimonte ist dabei ein Schatz der Renaissance- und Barockmalerei. Capodimonte ist ideal für alle, die auch im Urlaub nicht auf ihre sportliche Aktivitäten verzichten wollen und durch die Anbindung an den Schnellweg praktisch für Besucher, die mit einem Pkw unterwegs sind.

Anbindungen: Busse, ca. 15 Minuten zum Zentrum/archäologischen Museum

Stadtviertel von Neapel: Der Orto Botanico – San Ferdinando – Borgo Sant’Antonio

Der botanische Garten von Neapel

Das in Richtung Bahnhof tendierende farbenfrohe Marktviertel Borgo Sant’Antonio und der botanische Garten an der Via Foria sind Teile der erweiterten Altstadt, die bisher kaum vom Tourismus berührt wurden. Für die Besichtigung des botanischen Gartens braucht man eine Anmeldung und bisher wirkt sich die Nähe zum Bahnhofsviertel und der fehlende Anschluss der Besucherströme, noch zweifellos auf dieses Gebiet aus: die Atmosphäre ist trotz einer Highlights wie San Giovanni a Carbonara noch sehr ursprünglich,aber sicherlich auch eines der ärmsten Bereiche des Zentrums mit einem hohen Migrantenanteil. Dieser Bereich ist interessant für die in einer wenig touristischen Gegend in einem historischen und zentralen Teil der Stadt übernachten wollen und wenig Wert auf Abendlokale legen.

Anbindungen: Metro-Linie 2 Haltestelle Cavour



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Die Promenade und das elegante Neapel

Die Stadtviertel von Neapel: Das Hafengebiet um die Piazza Municipio und Piazza Matteotti

Das lebendige Verwaltungsviertel um das Rathaus an der Piazza Municipio mit einer Mischung von einer monumentalen Architektur aus dem Ende des 19. Jahrhunderts (wie die Galleria Umberto) und einer rationalistischen Architektur aus der faschistischen Zeit Italiens liegt in einer idealen Position unweit des Passaggierhafens Molo Beverello, den spanischen Vierteln, der Altstadt und dem eleganten Chiaia-Gebiet. Auch wenn die Gegend eher modern und kühl wirkt, hat man doch den Vorteil einer idealen und abends ruhigen Lage. Die vielen Geschäfte der Via Toledo, des Corso Umberto und der Via Chiaia machen die Gegend um die Piazza Municipio auch zu einem idealen Ort um in Neapel Shopping zu betreiben.

Anbindungen: Metro-Linie 1 Haltestellen Municipio und Toledo; Funicolare Augusteo

 

Die Stadtviertel von Neapel: Santa Lucia die Promenade und der Yachthafen Mergellina

Der kleine Strand an der Promenade mit Blick

Die Promenade Neapels von Santa Lucia bis Mergellina ist zweifellos von den berühmten Aussichten auf den Vesuv, der sorrentinischen Halbinsel, der Insel Capri und das Stadtviertel Posillipo geprägt. Das Gebiet um das charmante Castel dell’Ovo ist eine Fussgängerzone mit vielen Restaurants, Bars und Hotels. Leider ist vom ehemaligen Strand nur noch der offene Lido Mappatella erhalten geblieben, dafür lädt der lange und elegante Stadtpark Villa Comunale zu einem Spaziergang in der Natur mit einer frischen Meeresbrise ein. Der Yachthafen Mergellina ist besonders bei Familien wegen der grossen Auswahl an den freistehenden Kaffeehäusern (Chalets) mit Eis, Kaffee und neapolitanischen Spezialitäten beliebt. Innerhalb der Woche ist die Promenade abends angenehm ruhig, am Wochenende ist die Promenade abends normalerweise stark besucht und befahren. Dieses Stadtviertel ist ideal für einen entspannten Aufenthalt mit der Möglichkeit joggen, spazieren oder die Bars und Geschäfte von Chiaia und das Zentrum erreichen zu können.

Anbindungen: Metro-Linie 1 Haltestelle Municipio; Metro-Linie 2 Haltestellen Piazza Amedeo und Mergellina

 

Die Stadtviertel von Neapel: Chiaia und die Piazza Amedeo

Chaia ist eine Gegend der eleganten Bars

Das am Hügel liegende und zur Promenade tendierende aber trotzdem zentral gelegene Viertel Chiaia ist wohl der eleganteste und teuerste Teil Neapels. Hier findet sich eine Mischung aus historischen Adelspalästen, Jugendstilgebäuden und einigen Bausünden aus der Nachkriegszeit. Das Viertel Chiaia bietet viele Boutiquen mit einer Mischung aus traditionellen neapolitanischen Geschäften und internationalen Namen zum einkaufen ein. Abends ist das Gebiet um die Piazzetta Rodinò und den kleinen Bars “Baretti” bis zur Piazza San Pasquale ein Treffpunkt für die elegante und wohlhabende Jugend der Stadt Neapel und ihrer Umgebung. Dieses Viertel ist ideal für alle Liebhaber des süssen Lebens am Golf von Neapel, ohne dafür bis nach Sorrent, Capri oder Ischia fahren zu müssen.

Anbindungen: Metro-Linie 1 Haltestelle Municipio; Metro-Linie 2 Haltestelle Piazza Amedeo; Funicolare Parco Margherita

 

Stadtviertel von Neapel: Vomero Arenella

Aussicht auf Spaccanapoli vom Castell Sant’Elmo

Das wohlhabende Wohnviertel des Vomero und Arenella bietet einen angenehmen Ausgleich aus Fussgängerzonen mit Geschäften, Bars und panoramischen Strassen. Die Architektur ist eine Mischung aus italienischem Jugendstil und Bauten des 20. Jahrhunderts mit breiten Fussgängerwegen und einer entspannten Gegend um die beiden Hauptmonumente Kastell Sant’Elmo und die Kartause von San Martino. Die Atmosphäre des Vomero ist komplett unterschiedlich vom historischen Zentrum Neapels und sicherlich weniger frenetisch. Studenten wohnen hier kaum, auch Touristen sind ausserhalb des Weges zum Piazzale San Martino relativ selten zu sehen. Der Vomero ist eine gute Alternative für alle die fern vom Turistenstrom und in einer gut verbundenen, sicheren und entspannten Gegend übernachten wollen.

Anbindungen: Metro-Linie 1 Haltestellen Quattro Giornate, Vanvitelli, Medaglie d’oro; Funicolare Morghen, Piazza Fuga und Cimarosa



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Die panoramische Halbinsel Posillipo

Stadtviertel von Neapel: Posillipo

Eine Bucht von Posillipo

Das Stadtviertel Posillipo ist vielleicht eines der schönsten Gebiete Süditaliens und wird seit der Antike wegen der schönen Lage beschrieben. Die traumhaft gelegene Halbinsel Posillipo mit den vielen Kraterbuchten ist im 20. Jahrhundert wegen dem lange schlechten Image der Stadt Neapel in den Schatten von Ischia, Capri, Sorrent und die Amalfiküste gerückt. Posillipo bietet je nach Lage zwei beeindruckende Aussichten: ein Seite des Viertels schaut auf das Zentrum von Neapel, den Vesuv, die sorrentiner Halbinsel und Capri, die Rückseite der Halbinsel von Posillipo schaut auf die Inseln Ischia und Procida und das faszinierende vulkanische Gebiet der phlegräischen Felder. Posillipo ist ein vornehmes, aber leicht abgelegenes Wohnviertel der wohlhabenden Neapolitaner mit wenig Büros, Geschäften oder Hotels. Der Verkehr ist meistens recht ruhig, die Anbindung der öffentlichen Verkehrsmittel schwierig: man ist praktisch auf die Busse ab Mergellina angewiesen. Manche Ferienwohnungen bieten einen privaten Zugang zu den schönen Badebuchten des Halbinsel, ansonsten kann man auch den Bagno Elena, die Monachella oder Marechiaro und La Gaiola zum baden nutzen. Posillipo ist daher als Position ideal um die Seele baumeln zu lassen und die lebendige Stadt Neapel aus etwas Distanz besichtigen zu können. Ein Abstellen des Autos ist hier ausserdem meistens unproblematisch.

Anbindungen: Busse zur Metro Mergellina und ins Zentrum von Neapel



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Das Bahnhofsviertel und die Bezirke in Richtung Vesuv

 

Stadtviertel von Neapel: Das Bahnhofsviertel Vasto – Mercato – Gianturco

Der Bahnhofsplatz Piazza Garibaldi galt lange als gefährlischster Punkt der Stadt, heute kann man zwischen dem bereits erneuerten Teil der neuen Kunstmetrolinie 1 Garibaldi und der Einkaufsgallerie und der Baustelle auf der anderen Seite des Platzes unterscheiden: der bereits erneuerte Teil auf der Seite des Terminus Hotels hat sich stark aufgewertet, die anderen Seite des Bahnhofs konserviert weiterhin eine manchmal mürbe Stimmung. Interessant ist der Markt an der Piazza Nolana, in dessen Nähe manchmal auch kleine unoffizielle Flohmärkte stattfinden. An der Piazza Garibaldi befinden sich eine grosse Anzahl Hotels mit durchschnittlich günstigen Preisen. Das Motiv hierfür ist, das Neapel lange Zeit überwiegend als Standort für Ausflüge verwendet wurde und der Bahnhof hierfür wegen der vielen Anbindungen auch heute noch für die Besucher optimal ist, die viele Ausflüge in die verschiedensten Gegenden Kampaniens unternehmen wollen. Die unweit von hier gelegene Promenade ist nicht attraktiv, da ein Zugang in den Handelshafen nicht erlaubt ist. Das Gebiet hinter dem Bahnhof Gianturco ist von Grossmärkten, chinesischen Importgeschäften und der Lagerung von Schiffscontainern bestimmt und ist recht trostlos. Praktisch ist die Umgebung des Hauptbahnhofs Garibaldi für die offenen oder kontrollierten Parkmöglichkeiten (z.B. Parcheggio Brin). Eine Übernachtung in Bahnhofsnähe ist praktisch für alle, die weniger Zeit in Neapel verbleiben möchten und nicht viel Wert auf die Atmosphäre legen, aber ab hier viele Ausflüge in die Umgebung machen wollen.

Anbindungen: Metro-Linie 2 Haltestelle Garibaldi; Metro-Linie 1 Haltestelle Garibaldi, Circumvesuviana-Züge, regionale und nationale Züge ab dem Bahnhof; Fährhafen Molo Pisacane (nur Fähren, keine Schnellboote) zu den lokalen Inseln, Sizilien und Sardinien.

Stadtviertel von Neapel: Der Rione Luzzatti Centro Direzionale Poggioreale

Das Hochausviertel Centro Direzionale

Das vom Flughafen aus sofort sichtbare vom japanischen Architekten geplante und nie vollendete Hochhausviertel Centro Direzionale ist heute in erster Linie ein Verwaltungsviertel, das abends praktisch komplett verlassen ist. In unmittelbarer Nähe befindet sich das durch das Letteratur-Phänomen zuletzt bekannt gewordene Stadtbereich Rione Luzzatti, in dem die kleine Lenù und Lila der Romane der Elena Ferrante aufgewachsen sind. Unweit von hier befindet sich der bekannte Schuh- und Kleidermarkt Caramanico, der in der Regel von Freitag bis Montag morgens geöffnet ist. Das Gebiet um das Centro Direzione und Poggioreale ist eines der Viertel mit den weitesten Strassen, die viel befahren werden. Der Rione Luzzatti ist perfekt für alle, die in die Atmosphäre der Romane der Elena Ferrante einsteigen möchte, die Verbindungen für Ausflüge sind allerdings unpraktisch.

Anbindungen: Circumvesuviana Haltestelle Centro Direzionale; Strassenbahnlinie 1 (momentan wegen Bauarbeiten durch Busse ersetzt).

Stadtviertel von Neapel: San Giovanni – Barra – Pietrarsa

Der Murales von Maradona in San Giovanni

Die in Richtung Südosten gelegenen Aussenbezirke von San Giovanni und Barra mit dem Eisenbahnmuseum des ehemaligen Industriegebiets von Pietrarsa grenzen an den Hügeln des vesuvianischen Gebiets und ihren Gemeinden. Während San Giovanni noch stark an Neapel gebunden ist und das Gefühl eines verlassenen Industrie- und Hafengebiets gibt (obwohl hier eine recht innovative Uni und auch Apple einen Sitz haben), hat Barra bereits ein Eigenleben und die Bevölkerung tendiert oft dazu abends am Granatello in Portici oder in Torre del Greco abends auszugehen oder tagsüber einzukaufen. Die Strände dieser Gegend sind leider nicht attraktiv, dafür ist die Anbindung an die vesuvianischen Strände und die sorrentiner Halbinsel gut. Diese Gegend ist ideal wenn man ein Stadtzentrum vermeiden möchte und viele Ausflüge mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu den vesuvianischen Ausgrabungen (Pompeji, Herkulaneum, Oplontis, Stabiae), zur sorrentiner Halbinsel, nach Salerno oder auch das Zentrum in Neapel plant.

Anbindungen: Circumvesuviana-Züge in Richtung Sorrent und Poggiomarino; regionale Züge ab/bis Salerno mit Metro- Linie 2 Funktion innerhalb der Stadt Neapel.


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Die Aussenbezirke in Richtung Inland und phlegräische Felder

 

Stadtviertel von Neapel: Fuorigrotta und Bagnoli

Das durch einen langen Tunnel etwas abgetrennte aber gut angebundene Viertel Fuorigrotta ist ein typisches Mittelschichtsviertel mit einer weiten Stadtstruktur aus dem 20. Jahrhundert. Neben dem Universitätsbereich der Federico II befindet sich hier das Stadion des SSC Neapel, das Messegelände, der Spielpark Edenlandia und der Zoo der Stadt Neapel. Fuorigrotta wird von vielen als uninteressant empfunden, wobei die Lage und die Anbindungen speziell für Ausflüge in Richtung Pozzuoli und die phlegräischen Felder optimal sind. Das Gebiet um Bagnoli ist angenehm entspannt, auch wenn der nahgelegene grosse Strand durch die ehemalige Stahlindustrie leider noch nicht zugänglich ist. Einkaufsmöglichkeiten sind in grosser Menge vorhanden, die Bars am Yachthafen Mergellina und das Zentrum von Neapel sind leicht zu erreichen.

Anbindungen: Metro-Linie 2 Haltestellen Leopardi, Campi Flegrei und Cavalleggeri; Circumflegrea Haltestellen Fuorigrotta, Mostra d’Oltremare, Edenlandia, Bagnoli, Agnano und Dazio

Stadtviertel von Neapel: Colli Aminei – Camaldoli

Die zwischen Capodimonte und dem Vomero gelegenen Viertel Colli Aminei und Camaldoli sind moderne und ruhig gelegene Wohnviertel der neapolitanischen Mittelschicht mit einigen ehemaligen extraurbanen Klöstern und einer heute noch aktiven Landwirtschaft an den Hügeln dieser Viertel. Die Camaldoli sind der höchste und panoramischte Bereich der Stadt und erreichen teilweise über 400 Meter Höhe mit einem frischen Mikroklima.

Anbindungen: Metro-Linie 1 Haltestellen Rione Alto und Colli Aminei

 

Stadtviertel von Neapel: Soccavo una Pianura

Die in Richtung phlegräischen Felder liegenden Viertel Soccavo una Pianura sind weitere Wohnviertel der neapolitanischen Mittelschicht ohne grossen Highlights. Ein relativ aktiver Weinanbau, kleinere Gärten, eine ruhige Atmosphäre und faire Mietpreise haben viele neapolitanische Familien dazu bewegt nach Pianura und Soccavo zu ziehen.

Anbindungen: Circumflegra Haltestellen Piave, Soccavo, La Trencia und Pianura

Stadtviertel von Neapel: Scampia – Piscinola

Der Karneval in Scampia zieht Leute aus ganz Neapel an

Scampia ist durch die Verfilmung von Gomorra im Bereich der sogenannten Vele in den internationalen Medien in negativer Hinsicht berühmt geworden. Obwohl es einige Neugierige Besucher und Fans der Serie hier hinzieht, ist die Atmosphäre dieser Gegend noch grösstenteils sozial kritisch. Bürgerinitiativen und mutige Einwohner dieses Viertels versuchen das Image langsam zu verbessern. Eine Besonderheit ist sicherlich der Karneval von Scampia, bei dem viele Einwohner der gesamten Stadt mitziehen.

Anbindungen: Metro-Linie 1 Haltestellen Piscinola und Frullone

 

Stadtviertel von Neapel: Chiaiano – Marano

Chiaiano und Marano sind zwei etwas abgelegene Viertel an den Hügeln der phlegräischen Felder, die noch einen Vororts- oder Kleinstadtcharakter bewahrt haben. Eine Mischung aus grossen Geschäften und Landwirtschaft, besonders die lokalen Kirschen sind eine Delikatesse, charakterisieren diese etwas abgelegenen Aussenbezirke der Stadt von Neapel.

Anbindungen: Metro-Linie 1 Haltestelle Chaiano



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Weitere Infos und Nützliches für ihren Aufenthalt in Kampanien finden Sie auch auf meinem Blog.

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