Paul de Musset über die Wichtigkeit der Sympathie in Neapel

Paul de Mussset über Neapel, Höflichkeit und Sympathie

Antonio de Curtis – neapolitanischer Komiker aus der Sanità nahm seinen Humor aus dem Alltag der Stadt

Drei Wörter hören wir in Italien auf häufigsten, nämlich simpatico (sympathisch), seccatore (Störenfried), jettatore (Pechbringer), wobei sie in diesem Land einen besonderen Sinn haben. Man nennt eine Person sympathisch, wo wir sie als höflich bezeichnen würden; aber es ist nicht das gleiche. Höflichkeit erkennt man erst nachdem man Bekanntschaft gemacht hat, während man sich auf dem ersten Blick sympathisch ist, der erste Blick ist allerdings in Neapel überaus wichtig; man basiert sich auf ein Gefühl, während wir kennenlernen, vertiefen und bewerten wollen.

Paul de Musset, 1843 – aus dem italienischen von mir, Florian Lenk, übersetzt

Paul de Musset (geb. 1804 in Paris, gest. 1861 in Paris) war ein französischer Schriftsteller und Bruder des berühmteren Alfred de Musset. Der Text von Paul de Musset über die Wichtigkeit der Sympathie in Neapel unterscheidet zwischen Sympathie und Höflichkeit. Tatsächlich hat man auch heute noch in Neapel manchmal den Eindruck, das die Höflichkeit nicht immer wichtig ist, während Sympathie in Kontakt mit den Personen weitaus relevanter ist. Interessant sind auch die kulturellen Nebenaspekte der Höflichkeit, die bei einer sympathischen Bekanntschaft verloren zu gehen scheinen.

Weitere Berichte und Zitate über Neapel und die Region findet ihr in meinem Blog.

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