Die Artischocke aus Schito

Die Spezialität aus Schito bei Castellammare di Stabia: eine violette Artischocke mit viel Geschmack!

Ein interessantes und charakteristisches Produkt dieses fruchtbaren Bodens ist die Artischocke aus Schito, ein Vorort aus Castellammare di Stabia im vesuvianischen Gebiet. Sie stammt ursprünglich aus den orientalischen Mittelmeerländern beziehungsweise aus Nordafrika und hat in dieser Gegend pedoklimatische Bedingungen gefunden, die ihre organoleptischen Charakteristiken im Laufe der Zeit sogar verbessert haben. In Ägypten galten sie als verdauungsfördernd, während die Medinizer des alten Roms sie als belebendes Gemüse ansahen. Das lag wohl am hohen Eisengehalt dieser Gemüsesorte, während sie heute vor allem geschätzt wird, daß sie die Charakteristik hat, den Cholesterinspiegel senken zu können.

Anbau und Ernte

Es handelt sich dabei um eine durchschnittlich größere Sorte – die größten Exemplare werden “Mammarelle” genannt – die am Frühlingsanfang geerntet wird (von Februar bis Mai), das heißt vor der Ernte aller anderen Sorten, um schon zur Osterzeit auf dem Markt zu sein. Sie unterscheidet sich durch ihren kugelförmigen Kopf, der keine Stacheln und eine dunkelrote oder violette Farbe aufweist: zu diesem Farbton kommt es, weil die Oberseite der Artischocken mit kleinen Terracotta-Gefäßen bedeckt wird, um die Bildung von Blattgrün zu hemmen.

Ein neapolitanisches Sprichwort

Die zartesten und geschmackvollsten Artischocken sind im allgemeinen diejenigen, die früh geerntet werden. Wenn die Ernte nämlich zu spät erfolgt, wird eine Artischocke haarig und verliert viele ihrer Qualitäten: “wie eine Artischocke enden” ist ein sonderbares neapolitanisches Sprichwort, das den Ausgang gewisser Angelegenheiten bezeichnet.

Die beliebteste Verwendung

Typische lokale Produkte: Artischocke aus Schito mit sorrentiner Zitronen

Früher wurden die fleischigen und geschmackvollen Blätter dieser Artischocken zur Herstellung eines heilkräftigen Weines verwendet, der Leberkrankheiten behandeln sollte, während man sie heutzutage auf dem neapolitanischen Gebiet vor allem gegrillt verzehrt. In der Mitte der Infloreszenz der Artischocke wird eine Mischung aus Petersilie, Knoblauch, Salz und Pfeffer eingeführt, dann wird sie auf den Grill gelegt und mit duftendem Olivenöl besprengt.

 

Weitere Infos findet Ihr in meinem Blog zur Gastronomie in Kampanien

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