Die Nuß aus Sorrent

Die beliebteste Nuß des Landes

Die Nuß aus Sorrent aus Sorrent (“Noce di Sorrento) ist eine sehr geschätzte Sorte, die immer noch in den Gemeinden der sorrentiner Halbinsel Vico Equense, Sant’Agnello, Piano di Sorrento, Meta, Moiano, Massaquano sowie vielen Gemeinden des Agrargebiets vor den Toren Neapels um Acerra, Nola und Marano angebaut wird: das Vorkommen der Nuß in Kampanien reicht sehr weit zurück, da sogar bei den Ausgrabungen von Pompeji verkohlte Reste dieser Nüsse aufgefunden wurden. Heute ist die Nuß aus Sorrent die beliebteste und meist verbreiteste ganz Italiens und nur in Kampanien hat dieser Anbau noch eine wirtschaftliche Relevanz.

Die Nuß in der Mythologie

In der römischen Mythologie wurde der Nußbaum den Höllengöttern zugeordnet; aus diesem Grund wurde er als tötlich beziehungsweise verdammt angesehen, während die Nüsse bei anderen Völkern als Symbol der Fruchtbarkeit galten, was sogar dazu führte, daß sie Frischverheirateten zum Zeichen der Glückwünsche zugeworfen wurden. Aus Sicherheitsgründen wurden sie später dann durch den ungefährlicheren Reis ersetzt.

Besonderheiten

Es wurden zwei verschiedene Biotypen der Nuß bestimmt: eine längliche, regelmäßige, auf einer Seite leicht zugespitzte, auf der anderen stumpfe Sorte und ein zweiter Biotyp, der rundlicher und kleiner ist. Die Schalen beider Arten sind nicht sehr rauh und haben einen relativ geringen Durchmesser, wodurch sie leicht zu knacken sind. Der Nußkern, also der eßbare Teil der Nuß, ist cremefarben, hat einen sehr angenehmen Geschmack, einen ganz besonderen Nachgeschmack und erhält nicht sehr viel Öl. Diese Nüsse können gut gelagert werden und eine weitere sehr geschätzte Charakteristik besteht darin, daß ihr Nußkern die Schale fast völlig ausfüllt und daher leicht im ganzen herausgeschält werden kann. Die Nuß hat außerdem eine positive Wirkung auf die Zellen und die Haut und senkt den negativen Cholesterinspiegel.

Ernte und Konsum

Die Nuss aus Sorrent mit einem Glas Wein

Nach der Ernte werden die Nüsse von ihrer grünen Schale getrennt, gewaschen und getrocknet. Ab September oder Oktober werden sie frisch, ab November auch getrocknet gegessen. Der größte Konsum fällt allerdings auf die Weihnachtszeit. Traditionell werden die Nüsse zusammen mit hausgemachtem Brot und einem guten Glas lokalen Wein verzehrt. Die mit bitterer Schokolade überzogenen Nußkerne verzeichnen seit einiger Zeit großen Erfolg und stellen einen Leckerbissen dar, der auch die strengsten Diäten ins Wanken bringen kann. Der Nußlikör Nocillo ist hingegen in großen Teilen Kampaniens sehr beliebt und wohl mit dem Limoncello der beannteste der Region.

Weitere Infos findet Ihr in meinem Blog zur Gastronomie in Kampanien

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